GLUCOSAMINE + Chondroitinsulfa
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Pharmakologische Eigenschaften Die Arthrose- Kur - Endlich ist Heilung möglich. Die
sensationelle Behandlungsform ohne Nebenwirkungen.
Glucosamin stoppt Kniearthrose Glucosamine Sulfate (engl.), zu deutsch Glucosaminsulfat, ist ein hochkonzentrierter Aminozucker, der vom gesunden und jugendlichen Organismus selbst aus der Nahrung synthetisiert wird und als Grundbaustoff für Knorpel, Sehnen, Bänder und Knochenstrukturen, aber auch für das Bindegewebe, die Arterienwände und die Haut allgemein von essentieller Bedeutung ist. Es dient ausserdem zur Reparatur und zum Wiederaufbau geschädigter Knorpel in den Gelenken und der Wirbelsäule, sowie zur Knochenbildung über die "chondrale Ossifikation". Glucosaminsulfat gehört zu jenen biochemischen Substanzen, die für die Herstellung aller "Gleit- und Dämpfungsschichten", d.h. der Knorpel in den Gelenken, aber auch der Synovialflüssigkeit, der sogenannten "Gelenkschmiere" erforderlich sind. Diese Substanzen heissen Glykosaminoglykane und sind sogenannte Mukopolysaccharide (hochpolymere Verbindungen aus Aminozuckern), zu denen unter anderen auch das Chondroitinsulfat zählt. Das Glucosaminsulfat-Molekül ist etwa 250mal kleiner als das des Chondroitinsulfats und kann deshalb im Verdauungstrakt besser resorbiert und so dem Organismus schneller zugeführt werden. [Anm.: Chondroitinsulfat ist eine Zuckerverbindung mit Riesenmolekülstruktur und bildet den Hauptbestandteil aller Knorpel. Ausserdem findet es sich in Sehnen, Bändern, im Bindegewebe, in der Haut und in den Arterienwänden. Chondroitinsulfat wird vom Organismus aus Glucosaminsulfat hergestellt.] Mit zunehmendem Alter verliert der Organismus die Fähigkeit, Chondroitinsulfat, bzw. Glucosaminsulfat aus der Nahrung aufzunehmen. Dazu kommt noch, dass unsere moderne Ernährungsweise meist keine Nahrungsmittel anbietet, die Chondroitinsulfat enthalten. Knorpel und Bindewebsteile sind bei den wenigsten Menschen heutzutage auf dem Speiseplan. Als unmittelbare Folge eines aus diesen Umständen resultierenden Mangels wird die an sich zähflüssige Gelenkschmiere dünn und wässrig und auch die Knorpel der Gelenkkapseln schrumpfen und werden spröde. Dies kann eine Erosion der Knorpelschichten verursachen, was zu Entzündungen der Gelenke, zu Schwellungen, Steifigkeit und Schmerzen führt. Die moderne Medizin bezeichnet diese Veränderungen als "Abnützungserscheinungen". In Wahrheit handelt es sich in den meisten Fällen jedoch um "Mangelerscheinungen". Glucosaminsulfat und die daraus gebildeten Macromoleküle tragen dazu bei, die Synovialflüssigkeit in den Gelenken und in der Wirbelsäule in ihren Normalzustand zurückzuführen und beschädigte Knorpel zu reparieren. Verschiedene klinische Untersuchungen in den USA und in Europa haben schon in den Achtzigerjahren gezeigt, dass Glucosaminsulfat nicht nur abschwellende und schmerzlindernde Eigenschaften bei Gelenkproblemen hat, sondern auch bereits geschädigte Knorpel- und Sehnengewebe wiederherstellen kann. Die Glucosaminsulfat-Moleküle werden leicht resorbiert und in die geschädigte Knorpelmatrix eingelagert. Es gibt eine amerikanische Studie in der mittels einer Knorpelbiopsie unter dem Elektronenmikroskop nachgewiesen wurde, dass bereits stark erodierte Knorpel nach Verabreichung von Glucosaminsulfat nahezu vollständig wiederhergestellt wurden. Natürlich braucht dies Zeit und Geduld. Wirkungsmechanismus des Chondroitinsulfats bei der
Arthrose Glukosaminsulfat hält Verlust von Gelenkknorpel aufStudie mit über 200 Arthrose-Patienten bestätigt EffektBERLIN (agr) "Weil es bis heute keine kausale pharmakologische Arthrosetherapie gibt, können wir die Krankheit derzeit bestenfalls verlangsamen, aber nicht stoppen". Daran erinnerte Professor Wolfgang Noack von der Orthopädischen Klinik Spandau auf dem Orthopädenkongreß in Berlin. Neue Hoffnung auf Knorpelerhaltung gibt jetzt Glukosaminsulfat. Erste Ergebnisse einer Studie lassen darauf schließen, daß das altbewährte Glucosaminsulfat (Dona® 200-S Dragees), ein Derivat des Proteoglykanstoffwechsels, den Knorpelverlust offenbar bremst. Noack hat nun in Berlin auf eine weitere Studie hingewiesen, welche diese Ergebnisse nicht nur bestätigt, sondern erweitert. Die 202 Patienten mit Gonarthrose erhielten drei Jahre lang einmal täglich oral 1500 mg Glucosaminsulfat (GS) oder Placebo. Bei der GS-Gruppe konnte der Verlust des Gelenkknorpels aufgehalten werden. In der Placebogruppe nahm die Gelenkspaltverengung insgesamt um 0,2 mm zu, was auf eine zunehmende Degeneration des Knorpels bei dieser Gruppe hinweist. Die Veränderung der Gelenkspaltbreite wurde durch standardisierte Röntgenbilder ermittelt. Durch GS werde aber nicht nur der Knorpelverlust gebremst, sondern auch der Schmerz reduziert und die allgemeinen Gelenkfunktion gebessert, so Noack. Als Gründe hierfür gab er an, daß die Substanz einerseits die Synthese des Proteoglykans fördere und andererseits die knorpelabbauenden proteolytischen Enzyme und Zytokine hemme. "Doch den Patienten interessiert nicht nur, daß er schmerzfrei ist und sich besser bewegen kann, sondern auch, daß sein Medikament weiter wirkt, wenn er es eine Weile nicht nimmt," so der Wissenschaftler. Er zitierte eine französische Studie, die den therapeutischen Nutzen des Glucosaminsulfates auch nach Therapieende bestätigt. Die Untersuchung mit 329 Arthrosepatienten hat ergeben, daß der Wirkstoff nicht nur während der dreimonatigen Behandlungszeit wirkte, sondern die Patienten auch in der zweimonatigen, behandlungsfreien Zeit weniger Beschwerden hatten als unter Placebo. Glucosaminsulfat eignet sich demnach offensichtlich auch für eine längerfristige Behandlung bei Arthrose. Trotz der positiven Datenlage ist jedoch weiterhin unstrittig, daß auch Glucosamin keine kausale Behandlung bei Knorpelverlust bieten kann. Hier hofft man, wie der Münchner Orthopäde und Sportmediziner Professor Wolfgang Pförringer sagte, weiterhin auf bahnbrechende Ergebnisse aus der Genforschung.Ärzte Zeitung, 09.01.2002 http://www.aerztezeitung.de Erfahrungsbericht: http://www.hasler.net/arthrose.htm Glucosamine "Retropartellararthrose, Medial betonte Gonarthrose, Chondropathia patellae"
Arthrose – Hilfe durch Knorpelstoffe Chondroitinsulfat Chondroitin Sulfat ist ein natürlicher Bestandteil von Gelenksknorpel und verhindert den Abbau von Knorpelsubstanz in den Gelenken, indem es u.a. das Enzym, das den Knorpelabbau induziert - die Elasthase - hemmt. Chondroitin Sulfat ist reine Knorpelsubstanz, die in den Gelenksknorpel eingebaut wird. Dadurch wirkt es der Arthrose entgegen, ein Abbau des Gelenkknorpels, der durch Überbeanspruchung der Gelenke entsteht (Übergewicht, Unfallfolgen und diverse Sportarten). Beim Abbau von Knorpel, geht Chondroitin Sulfat verloren und damit auch Wasser, das an Chondroitin Sulfat gebunden ist. Wenn das verlorene Chondroitin Sulfat ersetzt wird, wird auch der normale Wassergehalt im Gelenk wieder hergestellt. Nach 1 Woche Therapie mit Chondroitin Sulfat werden die Schmerzen vermindert und die Gelenksfunktion verbessert. Dosierung: man benötigt mindestens 1 gramm täglich, um einen pharmakologischen Effekt zu erzielen. Optimal zu dieser Therapie passt auch die Einnahme von Glucosamin. In seltenen Fällen kann es zu Magenbeschwerden und Durchfällen kommen.
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Chondroitinsulfat schützt das Urothel
Hilfe bei interstitieller Zystitis / Schutz vor Strahlenzystitis
HAMBURG (grue). Bei chronischen Blasenentzündungen kann Chondroitinsulfat
die Schutzschicht auf dem Urothel verstärken und dadurch die Beschwerden
lindern. Womöglich bildet die restaurierte Schleimschicht auch einen
Schutzwall gegen Bakterien.
Chondroitinsulfat (Uropol®-S) eignet sich besonders für Patienten mit
nicht-infektiösen Zystitiden, denn bei ihnen ist der Aufbau der
Glykosaminoglykan (GAG)-Schicht in der Blase gestört. Wird das fehlende
Chondroitinsulfat ersetzt, verringern sich die Beschwerden wie imperativer
Harndrang, erhöhte Miktionsfrequenz und Schmerzen im kleinen Becken. Darauf
hat Dr. Rudolf Stratmeyer von der Fachklinik "Links vom Rhein" in Köln
hingewiesen.
Er verordne Chondroitinsulfat zum Beispiel Patienten mit interstitieller
Zystitis, so Stratmeyer auf einer Veranstaltung des Unternehmens Pohl
Boskamp in Hamburg. "Anfangs wird die Lösung einmal wöchentlich in die Blase
installiert, dann in monatlichen Abständen", sagte Stratmeyer.
Die Therapie könne im Prinzip unbegrenzt fortgeführt werden. Empfehlenswert
sei ein Auslaßversuch nach etwa einem Jahr. Durch eine
Chondroitinsulfat-Prophylaxe lasse sich außerdem eine Strahlenzystitis
vermeiden, sagte Stratmeyer. "Nach unseren bisherigen Erfahrungen
funktioniert das so gut, daß Krebspatienten damit womöglich auch höhere
Strahlendosen im Beckenbereich vertragen".
Erwogen wird nach Angaben des Spezialisten auch, Chondroitinsulfat bei
chronischen infektiösen Zystitiden zusammen mit Antibiotika zu verwenden.
Bei rezidivierenden Infekten haben uropathogene E. coli-Bakterien eine
Bedeutung, die im Epithel intrazelluläre Biofilme bilden.
Eine stabile Schleimschicht könnte die Besiedlung mit Bakterien verringern,
so Stratmeyer. Daß Proteoglykane tatsächlich eine wichtige Barrierefunktion
haben, sei in experimentellen Studien gezeigt werden: Demnach wird eine
geschädigte GAG-Schicht durchlässig für Proteine und andere Urinbestandteile,
was sich durch den Einbau von Chondroitinsulfat teilweise verhindern läßt.
Ärzte Zeitung, 28.09.2005
GLUCOSAMIN und CHONDROITIN
wenn die Gelenke im Winter schmerzen !
„Wie frisch geölt...!“ Die Einnahme der „Gelenkvitalstoffe“ Glucosamin und
Chondroitin kann nachweislich Gelenkbeschwerden, die in der kalten
Jahreszeit besonders belastend sind, beseitigen! Eine revolutionäre
Behandlungsform des Arthrosespezialisten Dr. Jason Theodosakis aus den USA
ist in der Lage, verschlissene und geschädigte Knorpelmasse neu aufzubauen,
dadurch Schmerzen zu lindern und die Gelenkbeweglichkeit wiederherzustellen,
berichtet heute Diplom Ernährungswissenschaftlerin Bettina Geier von der
Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. aus Aachen.
I-Newswire, 2005-12-14 - Dies belegen viele Studien, wie die Untersuchung
eines belgischen Forscherteams, die das britische Fachmagazin „Lancet“
veröffentlichte ( 1 ). 30 Prozent aller über 60jährigen und insgesamt fünf
Millionen Deutsche wachen morgens mit stark schmerzenden oder steifen
Gliedern auf. Nasskaltes Wetter, wie es der Winter jetzt beschert,
vergrößern das Leid der Betroffenen. Gelenkbeschwerden wie Arthrose sind
eine Folge von meist altersbedingtem Verschleiß an Knorpelsubstanz, erklärt
Bettina Geier. Der Knorpel nützt ab, wenn der Körper sich nicht mehr so
schnell regenerieren kann wie er verletzt wird. Bei Arthritis sind die
Ursachen der Knorpelschädigung Entzündungsangriffe auf Gewebe und Gelenke.
Als Folge des Knorpel-Verlustes verengt sich der Gelenkspalt und die
Stoßdämpferfunktion entfällt, wodurch Knochen aneinander reiben und
Schmerzen verursachen. Faktoren wie Übergewicht, sportliche und berufliche
Fehlbelastungen, Rauchen, Bewegungsmangel und Gelenkentzündungen fördern
diesen Prozess. Im Gegensatz zur bisherigen Symptombekämpfung mit
entzündungshemmenden Schmerzmitteln, die die Schmerzen kurzfristig lindern,
aber langfristig die Gelenkzerstörung sogar fördern, ist die neue
Ernährungstherapie mit den „Gelenkvitalstoffen“ Glucosamin und Chondroitin
frei von Nebenwirkungen. Die Zuckerverbindung Glucosamin ist natürlicher
Baustein des Knorpels, den der Körper im Alter nicht mehr ausreichend
herstellen kann. Glucosamin ist jedoch ausschlaggebender Bestandteil für die
zähflüssige Eigenschaft der „Gelenkschmiere“, die die Pufferwirkung
gewährleistet und gleichzeitig das Knorpelgewebe mit allen benötigten
Nährstoffen beliefert. Chondroitin ergänzt diese Wirkung. Es ist ebenfalls
eine Zuckerverbindung, die wie ein „Wassermagnet“ für die
Flüssigkeitsbindung im Knorpelgewebe sorgt. Mit dem Alter und dem
einhergehenden Verlust der Fähigkeit zur Herstellung geht eine
Unterversorgung des Organismus mit Glucosamin und Chondroitin einher. Der
dadurch entstehende und fortschreitende Knorpelverschleiß führt letztlich zu
Entzündungen, Schwellungen, Steifigkeit und Schmerzen. Davon können alle 200
Gelenke des Körpers betroffen sein, jedoch bevorzugt Hüft-, Knie Schulter-
und Sprunggelenk. Glucosamin und Chondroitin werden zur gezielten
Nahrungsergänzung aus dem Chitinpanzer von Insekten und Krustentieren
gewonnen. Sie schützen den noch vorhandenen Knorpel vor weiterem Verschleiß
und bauen neues Gewebe auf. Betroffene können mit einer Einnahme von täglich
1.500 Milligramm Glucosamin und 1.200 Milligramm Chondroitin die Gesundheit
ihrer Gelenke langfristig wiederherstellen. Dies ist bei allen Erkrankungen
sinnvoll, bei der Knorpelaufbau erforderlich ist, wie Arthrose, Arthritis,
Morbus Bechterew, Sehnen- oder Sehnenscheidenentzündung und wirkt auch
vorbeugend. Zudem ist Bewegung wichtig, da nur dadurch die Umgebung des
Gelenkknorpels ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden kann. Im Rahmen
der Ernährung sollten Erkrankte neben der Nahrungsergänzung mit Glucosamin
und Chondroitin für den Erhalt der Knorpelfunktion eine ausreichende
Versorgung mit B-Vitaminen, Kupfer, Selen und Zink gewährleisten, betont
Ernährungswissenschaftlerin Bettina Geier. Bei entzündlicher
Gelenkerkrankung wie Arthritis, ist den Betroffenen der Verzehr von
ausreichend Eiweiß und vor allem fetthaltiger Fischarten wie Lachs, Hering
oder Thunfisch, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, oder alternativ eine
Supplementierung mit Fischöl-Kapseln, dringend zu raten. Ebenso
entzündungshemmend ist vegetarische Kost mit Soja, Ingwer und
Nahrungsmittel, welche reich an Antioxidantien ( Vitamin A, C, E und Selen )
sind, da Entzündungen ein erheblich höheren Bedarf an antioxidativen Stoffen
erfordern. Ein zu empfehlendes praktisches Nachschlagewerk für den Alltag
ist die „Rheuma- und Gicht-Ampel“ von Sven-David Müller-Nothmann, die für
2.600 Lebensmittel und Markenprodukte auf einem Blick alle wichtigen Angaben
für Gelenkerkrankte enthält, sowie ein ergänzendes Kapitel mit allen Fakten,
die Betroffene über Rheuma und Gicht wissen sollten, anschaulich und
prägnant aufzeigt. Es ist unter der ISBN 3-426-64130-5 im Knaur Verlag
erschienen, für 8,90 Euro erhältlich und jetzt zur kalten Jahreszeit für
Schmerzgeplagte garantiert ein sinnreiches und nachhaltiges
Weihnachtsgeschenk wovon sie langfristig etwas haben.
Quelle:
( 1 ) Reginster JY et al.: Long term effects of glucosamine sulphate on
osteoarthritis progression : a randomised, placebo-controlled clinical trial.
Lancet. 2001 Jan, 27; 357 ( 9252 ): 251-6
Weitere Informationen
Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.
2005-12-14
Arthrose: Keine Schmerzlinderung durch orale
Chrondoprotektiva
Salt Lake City – So genannte Chondroprotektiva sollen die degenerativen
Prozesse im Gelenkknorpel, die zur Arthrose führen, bremsen. Ein in den USA
äußert populäres und auch in Deutschland vertriebenes
Nahrungsergänzungsmittel war in einer randomisierten kontrollierten Studie
im New England Journal of Medicine (NEJM 2006; 354: 795-808) jedoch nicht in
der Lage, die Schmerzen besser zu lindern als ein Placebo. Ein Autor mag
dennoch nicht alle Hoffnungen aufgeben.
Die Ergebnisse des Glucosamine/chondroitin Arthritis Intervention Trial (GAIT)
waren von vielen US-Rheumatologen mit Spannung erwartet worden. Denn immer
mehr Patienten greifen - nicht zuletzt infolge der Verunsicherung durch den
Vioxx®-Skandal - zu Mitteln der Alternativmedizin. Besonders populär sind
Präparate mit Glucosamin und Chondroitin. Beides sind Bestandteile des
normalen Knorpels, deren Mangel zu Knorpelschäden führt. Ob die orale Zufuhr
dieser Substanzen jedoch die Defekte ausgleichen kann, die Ursache für die
schmerzhafte Degeneration der Gelenke bei der Arthrose sind, ist eine Frage,
die in klinischen Studien geprüft werden müsste. Da die Hersteller die
Präparate als Nahrungsergänzungsmittel vertreiben, müssen sie keine
klinischen Studien zur Wirksamkeit durchführen.
Das US-National Center for Complementary and Alternative Medicine (NCCAM)
hat daher die Aufgabe übernommen, die Wirkung zu prüfen. Für 12,5 Millionen
Dollar wurde eine groß angelegte Studie durchgeführt, in der 1.585 Patienten
auf 5 Gruppen randomisiert wurden. Über 24 Wochen nahmen die Teilnehmer
entweder Glucosaminhydrochlorid (1.500 mg), Chondroitinsulfat (1.200 mg),
eine Kombination beider Mittel (gleiche Dosis), ein Placebo oder Celecoxib
(200 mg) ein. Der Cox-2-Inhibitor, in den USA als Medikamente zur Behandlung
von Arthroseschmerzen zugelassen, diente dabei als aktive Kontrolle.
Primärer Endpunkt war eine 20-prozentige Reduktion im Western Ontario and
McMaster Universities Osteoarthritis Index (WOMAC), einem validierten
Instrument zur Erfassung von Gelenkbeschwerden.
Im Ergebnis waren beide Chondroprotektiva, allein oder in Kombination, nicht
besser als Placebo. Erstaunlich war die gute Placebo-Wirkung. 60 Prozent der
Patienten erreichten eine 20-prozentige Reduktion im WOMAC. Im
Glucosamin-Arm waren es nur 3,9 Prozent mehr (p = 0,30), im Chondroitin-Arm
stieg die Responderrate gegenüber Placebo um 5,3 Prozent (p = 0,17) und
unter der Kombination waren es 6,5 Prozent mehr (p = 0,09), was, wie die
p-Werte zeigen, keine signifikante Verbesserung war. Eine signifikante
Verbesserung trat einzig im Celecoxib-Arm auf, wo es 10,0 Prozent mehr
Responder gab als unter Placebo (p = 0,008). Einzig in der Subgruppe der
Patienten mit mittelschweren bis schweren Schmerzen wurde für die
Kombination eine signifikant bessere Response als unter Placebo erzielt
(79,2 versus 54,3 Prozent, p = 0,002). Doch dies vermag die GAIT-Autoren um
Daniel Clegg von der Universität von Utah in Salt Lake City nicht von der
Wirksamkeit der Präparate zu überzeugen.
Auch der Editorialist Marc Hochberg von der Universität von Maryland in
Baltimore betrachtet die untersuchten Präparate als unwirksam, verweist aber
darauf, dass noch nicht alle Ergebnissee der GAIT-Studie publiziert sind (NEJM
2006; 354: 858-860). Im weiteren Verlauf des Jahres werden die Ergebnisse zu
den strukturellen Veränderungen am Knorpel erwartet, die vielleicht
günstigere Auswirkungen zeigen. Dabei dürfte jedoch offen bleiben, welchen
Nutzen die Patienten davon haben, wenn das Kardinalsymptom, der Schmerz,
nicht gelindert wird. Dagegen könnte man einwenden, dass die Protektiva erst
nach einer längeren Einnahmedauer als einem halben Jahr ihre Wirkung
entfalten. Der Beweis hierfür fehlt aber noch.
Streng genommen gilt der jetzt gezeigte „Null-Effekt“ nur für die
untersuchten Präparate. Ein Kennzeichen von Präparaten der Alternativmedizin
ist hingegen die oft unübersichtliche Vielfalt in der Zusammensetzung der
Präparate. In der GAIT-Studie wurde Glucosaminhydrochlorid eingesetzt.
Angeboten wird jedoch auch Glucosaminsulfat. Angesichts der in der
GAIT-Studie nachgewiesenen guten Placebowirkung dürfte es den Anbietern von
Chondroprotektiva deshalb auch in Zukunft nicht schwer fallen, die Patienten
von der Wirkung ihrer Mittel zu überzeugen, für die die Patienten im
Durchschnitt 20 bis 30 Euro pro Monat ausgeben.
aerzteblatt.de 23. Februar 2006
Links zum Thema
Abstract der Studie im NEJM
http://content.nejm.org/cgi/content/abstract/354/8/795
Informationen zur Studie vom National Center for Complementary and
Alternative Medicine
http://nccam.nih.gov/research/results/gait/
Pressemitteilung der Universität von Utah
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2006-02/uouh-eog021706.php
Bewegung stärkt Gelenkknorpel bei Gonarthrose
Knorpelqualität wird durch regelmäßigen Sport verbessert / Studie bei
Patienten mit Meniskusschäden
MALMÖ (ner). Menschen mit Meniskusschäden sollten moderat Sport treiben,
berichten schwedische Orthopäden. Denn die Qualität des Gelenkknorpels kann
durch Sport verbessert werden. Und: Womöglich beugt körperliche Aktivität
einer Gonarthrose vor.
Verbreitet ist die Auffassung, wonach eine Arthrose durch zusätzliche
Belastung beschleunigt voranschreitet. Das stimmt so wohl nicht, berichten
Dr. Ewa M. Roos und Dr. Leif Dahlberg vom Universitätskrankenhaus in Malmö
in Schweden.
Die Ärzte hatten 30 Männer und Frauen zwischen 35 und 50 Jahren mit
bekannten Meniskusschäden, die eine partielle Meniskektomie hinter sich
hatten, untersucht. Die meisten Teilnehmer hatten mindestens einmal
monatlich Kniebeschwerden, elf hatten eine manifeste Gonarthrose. Die
Patienten wurden entweder einer Übungs- oder Kontrollgruppe zugeteilt.
In der Übungsgruppe machten die Teilnehmer vier Monate lang Sport - dreimal
pro Woche eine Stunde lang. Zum Aufwärmen fuhren sie auf Fahrrad-Ergometern,
machten Seilspringen oder joggten auf einem Trampolin.
Dann gab es unter Anleitung von geschulten Physiotherapeuten Übungen mit
leichter Gewichtsbelastung, etwa Kniebeugen mit Hanteln oder Balancieren auf
einem Bein mit Halten eines Balls über dem Kopf.
Vor Beginn und nach Abschluß der viermonatigen Intervention wurde bei allen
Teilnehmern eine Magnet-resonanz-Tomographie der Kniegelenke gemacht. Dabei
wurde mit Hilfe von Kontrastmittel der Glukosaminoglykan-Gehalt des Knorpels
bestimmt. Glukosaminoglykan ist wichtig für Widerstandsfähigkeit und
Elastizität des Knorpels.
Zu Beginn der Studie war der Glukosaminoglykan-Gehalt bei allen Patienten
ähnlich. Am Studienende hatte in der Übungsgruppe der
Glukosaminoglykan-Gehalt deutlich zugenommen, nicht aber in der
Kontrollgruppe.
Der Unterschied zwischen den Gruppen war signifikant. Je mehr die Patienten
körperlich aktiv waren, desto höher war auch der Gehalt an Glukosaminoglykan
im Knorpel, berichten die Ärzte (Arthritis & Rheumatism 52, 2005, 3507).
Die Orthopäden räumen zwar ein, daß die kleine Studie nur begrenzt
allgemeine Aussagen zu Auswirkungen von Sport auf die Arthrose-Entwicklung
zuläßt. Jedoch würden vorangegangene Tier- und In-vitro-Studien bestätigt,
wonach sich die Knorpelqualität unter Belastung verbessert. Zumindest für
Menschen mit hohem Gonarthrose-Risiko sei anzunehmen, daß die körperlichen
Übungen vorbeugende Effekte haben. Ärzte Zeitung, 31.01.2006
Hyaluronsäure schmiert Gelenke und reduziert Schmerzen
Therapie-Option bei Knie- und Hüftarthrose / Drei Injektionen von Hylan G-F
20 wirken bis zu einem Jahr / Wirksamkeit in Metaanalyse belegt
FRANKFURT AM MAIN (djb). In der Arthrosetherapie ist die Injektion von
Hyaluronsäure in den Gelenkspalt von Knie oder Hüfte eine mögliche
Alternative zur medikamentösen Schmerztherapie oder endoprothetischen
Versorgung. Darauf hat Professor Jörg Jerosch aus Neuss hingewiesen.
Chondroprotektiva wie Hyaluronsäure erhöhten die Makromolekülsynthese in den
Chrondrozyten und reduzieren degenerativ wirkende Proteasen, entzündliche
Prozesse und die Gelenkschmerzen. Das erläuterte Jerosch bei einer von
Genzyme ausgerichteten Veranstaltung. Die in arthrotischen Gelenken
verminderte Synovialflüssigkeit wird substituiert und der Knorpel vor
weiterem Abrieb geschützt.
In einer Cochrane-Begutachtung ("The Cochrane Library" 2, 2005) wurden
verschiedene Hyaluronsäure-Produkte bewertet. Daten aus 64 prospektiven
kontrollierten Studien bestätigten die praktische Erfahrung, daß die
Therapie mit Hyaluronsäure Placebo eindeutig überlegen ist.
Hyaluronsäure verbessert ähnlich gut wie eine NSAR-Dauertherapie die
Schmerzen und Gelenkfunktionen, faßte Jerosch zusammen. In den meisten
Studien hätte dabei die Hyaluronsäure Hylan G-F 20 (Synvisc®) ausgeprägtere
positive Effekte als andere Hyaluronprodukte aufgewiesen. Unterschiede in
der Wirksamkeit einzelner Präparate ließen sich durch Unterschiede im
Molekulargewicht erklären.
In einer anderen Studie konnten zwei Präparate mit niedrigem
Molekulargewicht (500 bis 730 Kilodalton (kDa) und 1300 kDa die Aktivität
der nozizeptiven Afferenzen (schmerzleitende Nervenfasern, die aus Gewebe
zum Rückenmark führen) im Vergleich zu Placebo nicht verändern.
Unter Hylan G-F 20 mit dem hohen Molekulargewicht von 6000 kDa waren die
afferenten Impulse 60 und 100 Minuten nach der Injektion dagegen signifikant
reduziert. Hylan G-F 20 verweilt besonders lange im Gelenkspalt. Mit nur
drei Injektionen könne man eine Wirksamkeit von bis zu zwölf Monaten
erreichen, so Jerosch.
Zwar reduziert eine intraartikuläre Kortikoidinjektion (einmal 40 mg)
zunächst stärker die Schmerzen, Hylan G-F 20 erzielt jedoch einen
überlegenen Langzeiteffekt, ergab eine vergleichende Untersuchung bei 113
Patienten mit moderater Gonarthrose. Ab der zwölften Woche nach Injektion
zeigten sich deutliche Vorteile für das Hyaluronsäure-Präparat etwa im
WOMAC-Test (Western Ontario McMasters OsteoArthritis-Index), mit dem Schmerz
und Gelenkfunktion beurteilt werden.
Ärzte Zeitung, 12.04.2006
Arthrose
Arthrose stoppen
Die Arthrose ist eine am Anfang nicht entzuendliche, degenerative
Veraenderung der Knorpel-und Knochenstruktur eines oder mehrerer Gelenke mit
zunehmender Gelenkdeformation und Zerstoerung.
Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu einer Verschmaelerung des
Gelenkspaltes und schliesslich zum vollstaendigen Schwund der Knorpelschicht
und damit auch der Stossdaempferfunktion.
Wie kann man nun ausser mit Medikamenten den mit der Arthrose stets
verbundenen Knorpelabbau beeinflussen? Hier spielen Knorpelschutzstoffe wie
Glucosaminsulfat,
Chondroitinsulfat, Kollagenhydrolysat, aber auch Mikronaehrstoffe
wie Vitamine, Mineralstoffe und Aminosaeuren eine wichtige Rolle.
Das Glucosaminsulfat, selbst Baustein des Knorpels und der
Gelenkfluessigkeit, steigert die Knorpelbildung und hemmt eine weitere
Knorpelzerstoerung. Da das von aussen zugefuehrte Sulfat wichtig fuer die
Knorpelbildung ist, sollte Glucosamin nicht als Chlorid, sondern als Sulfat
zugefuehrt werden. So wird die knorpelschaedigende Wirkung von
entzuendungshemmenden Schmerzmitteln mit der Reduktion von Sulfat erklaert.
Glucosaminsulfat foerdert die Knorpelneubildung, hemmt den Knochenabbau und
wirkt zudem entzuendungslindernd.
Ein weiterer wichtiger Knorpelschutzstoff ist das Chlondroitinsulfat. Es
findet sich in den Bindegeweben des Koerpers wie Knorpel, Haut und
Blutgefaessen wieder. Es erhoeht die Festigkeit und damit die Resistenz des
Knorpels gegen Kompression. In mehreren Studien fuehrte die Gabe von
Chondroitinsulfat zu einer Verringerung von Gelenkschmerz, -erguss
und-schwellung und zur Verbesserung der Beweglichkeit. Auch die
roentgenologische Untersuchung bestaetigte den positiven Einfluss von
Chondroitinsulfat auf den Verlauf der Arthrose beim Menschen.
Das Knorpelgewebe unterliegt staendigen Auf- und Abbauprozessen. Fuer die
Bildung von neuem Kollagen in der Knorpelmatrix ist daher auch die Zufuhr
von Kollagenhydrolysat sinnvoll. Auch hier belegen Studien dessen lindernde
Wirkung auf die Schmerzintensitaet, den Einfluss auf den Verbrauch von
Schmerzmitteln und die Verbesserung der Beweglichkeit.
Die Wirkung der genannten Knorpelschutz-und Aufbaustoffe laesst sich noch
durch das Hinzufuegen von Mikronaehrstoffen wie die entzuendungshemmenden
Omega-3-Fettsaeuren und Antioxidantien (Vitamin C ,E , und anderen), aber
auch Mineralstoffen wie Calcium verbessern. Die Kunst liegt nun darin, all
diese biologischen Bausteine in der richtigen Kombination und Dosierung
ueber laengere Zeit zu verabreichen.
http://www.pz-news.de 26.06.2006
Neuer Leitfaden vereinfacht Therapie bei
Arthrosepatienten
D-Glucosamin ergänzt die medikamentöse Behandlung / Medikamenten-Verbrauch
wird reduziert / Gelenkspaltverschmälerung wird gebremst
AMSTERDAM (gvg). Eine Therapie mit D-Glucosaminsulfat kann bei Kniearthrose
in fast allen Stadien Linderung verschaffen. Ein Behandlungsleitfaden, der
auch diese langsam wirksame Substanz enthält, ist beim Europäischen
Rheumatologen-Kongreß in Amsterdam vorgestellt worden.
MRT seitlich vom Knie: Arthrose mit Knochenödem (hell) und Gelenkerguß
(weiß). Foto: Prof. Thomas Link, San Francisco
Das neue Schema wurde von Arthrose-Experten um den Orthopäden Professor
Josef Zacher vom Helios-Klinikum Berlin-Buch mit Unterstützung des
Unternehmens Opfermann Arzneimittel erstellt. Das Schema ist Teil eines
ausführlichen Therapie-Leitfadens, der die medikamentösen, physikalischen
und operativen Behandlungsstrategien abdeckt. Der Leitfaden soll
voraussichtlich zum Orthopäden-Kongreß im Oktober in Buchform auf den Markt
kommen.
Nicht-medikamentöse Therapien wie Krankengymnastik, Gehhilfen und Akupunktur
werden für alle Stadien der Arthrose empfohlen. Bei zunehmenden Schmerzen
sind zunächst schwach wirksame Analgetika wie Paracetamol indiziert. Nehmen
die Schmerzen zu, sollen selektive und nicht-selektive nicht-steroidale
Antirheumatika (NSAR), zunächst niedrig, dann hoch dosiert verabreicht
werden. Als ultima ratio folgen Opioide und dann der Gelenkersatz.
"Es kann aber keine Therapieoption sein, Arthrose-Patienten über Jahre mit
NSAR zu behandeln", sagte Professor Jürgen Heisel von den Fachkliniken
Hohenurach. Stattdessen könnten parallel zur medikamentösen Therapie auch
langsam wirksame Arthrose-Präparate, etwa oral applizierbares
D-Glucosaminsulfat angewandt werden, um den Medikamentenverbrauch zu
drosseln. Auch operative Verfahren wie Umstellungsosteotomien stehen zur
Verfügung.
"Nur im Endstadium der Arthrose machen langsam wirksame Präparate wenig
Sinn", so Zacher. Nach Angaben von Heisel ist in Studien nachgewiesen
worden, daß mit D-Glucosamin (vom Unternehmen als Dona® 200-S angeboten)
Gelenkspaltverschmälerung gebremst werden kann. Außerdem besserten sich
subjektive Beschwerden.
"Kennzeichnend für Glucosamine verglichen mit Analgetika ist der langsamere
Wirkungseintritt", so Heisel. Die Wirkung halte dafür aber länger an. Um
Erfolg zu haben, müsse die Behandlung konsequent über mindestens drei Monate
durchgehalten werden. D-Glucosamin gibt es rezeptfrei in der Apotheke.Ärzte
Zeitung, 11.07.2006