Studien zum Abnehmen
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Wirkt Roter Pfeffer als Appetithemmer? In einer Studie erhielten 13 Japanerinnen eines von vier verschiedenen Testfrühstücken (1883kJ; 1.fettreich, 2.fettreich mit rotem Pfeffer,3.kohlenhydratreich,4.kohlenhydratreich mit rotem Pfeffer).Nach dem KH-reichem Frühstück hatten die Probandinnen bis zum Mittagessen signifikant weniger Hunger als nach dem fettreichen Frühstück.Roter Pfeffer verminderte das Hungergefühl bei den Damen nochmals signifikant.Zum Mittagessen durften die Probanden beliebig viel essen.Die Frauen,deren Frühstück gepfeffert war, nahmen weniger Eiweiß und Fett, aber mehr KH zu sich. Insgesamt unterschied sich die Energieaufnahme jedoch nicht.In einer weiteren Studie erhielten zehn kaukasische Männer zum Lunch einen Appetizer(665kJ) mit oder ohne 6 gr roten Pfeffer.Der gepfefferte Appetizer bewirkte, dass die Männer beim Lunch und den mehrere Stunden angebotenen Snacks erfreulicherweise signifikant weniger KH und Energie zuführten. Literaturquelle: Yoshioka,M et al; Effects of red pepper on appetite and energy intake.Brit J Nutrition 82 (1999) 115-123 |
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Chicago 8.12.1999 AP: Übergewichtige Frauen die nur 2,5 kg Körpergewicht abbauen, gewinnen mehr Lebensaktivität und leiden seltener unter Schmerzen oder Beschwerden: Eine 4-jährige Studie mit 40000 Frauen (46-71 Jahre) wies nach, dass sogar nur eine geringe Gewichtsabnahme die Lebensqualität deutlich verbessern kann (JAMA).
Abnehmen per Nasenspray: Forscher der Universität Lübeck haben eine neue Methode zum Abnehmen entwickelt. Wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet wird dabei ein Hormon per Nasenspray verabreicht. Die Forschergruppe um den Endokrinologen Horst Fehm testeten die Wirkung des Hormons alpha-MSH, das im Gehirn appetithemmend wirkt und den Stoffwechsel ankurbelt, an normalgewichtigen Studenten. Die Testpersonen verloren trotz normaler Ernährung innerhalb von sechs Wochen 0,79 Kilogramm an Gewicht und insgesamt 1,68 Kilogramm Fett. Das neuentwickelte Medikament soll die Fettverbrennung fördern und frei von Nebenwirkungen sein. (Focus Online, 04.06.2000) Anti-Fett-Mittel: Regelmäßiger Lakritzverzehr soll Körperfett reduzieren helfen. Das vermuten zumindest italienische Forscher. Bei Versuchspersonen, die im Rahmen einer ersten Studie zwei Monate lang täglich ein Stück Lakritze zu sich nahmen, sank der Fettanteil am Körpergewicht tatsächlich etwas. Allerdings verloren sie nach Angaben der Forscher nicht an Gewicht, weil ihr Körper gleichzeitig mehr Wasser einlagerte. Dies ließe sich aber mit einer salzarmen Ernährungsweise verhindern. Die Wissenschaftler warnten allerdings gleichzeitig vor übermäßigem Verzehr der schwarzen Masse, weil er Bluthochdruck verursachen kann. (Bild der Wissenschaft, 27.06.2000)
Jede Zweite findet sich zu dick : Jede zweite Frau in Deutschland findet sich nach einer Umfrage zu dick. Fast ebenso viele haben bereits eine Diät ausprobiert. Das ergab eine am Montag in Berlin vorgestellte Forsa-Umfrage bei 1 000 Frauen zwischen 20 und 60 Jahren, die im Auftrag des Gesundheitsministeriums und der Zeitschrift „Brigitte“ erstellt wurde. Gesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) warnte vor Diätwahn und warb für "Mut zum Genuss". Immer mehr junge Frauen, aber auch Männer litten an gestörtem Essverhalten. Essen müsse aber dem Wohlbefinden dienen und Spaß machen, meinte die Ministerin. Aus Angst vor zu viel Pfunden kontrollieren nach der Studie viele Frauen fast ständig ihr Essverhalten und achten permanent auf ihr Gewicht. „Das schlechte Gewissen sitzt immer mit am Tisch“, fasst die Studie zusammen. Für 56 Prozent der Frauen sei besonders wichtig, dass Essen nicht dick mache. 47 Prozent hätten sich Ess-Verbote für „alles Fette“, Süßigkeiten oder salziges Knabberzeug auferlegt. 88 Prozent empfänden es noch nicht einmal als Diät, wenn sie Schlankheits-Drinks zu sich nähmen, komplette Mahlzeiten ausfallen ließen oder gezielt FdH („Friss die Hälfte“) machten. Zugleich verlören die Menschen ihren Geschmackssinn, warnte der Deutschland-Präsident der Europäischen Union der Spitzenköche (Eurotoques), Ernst-Ulrich Schassberger. "Viele Kinder können schon nicht mehr zwischen sauer und salzig unterscheiden". Fischer warnte vor Ess-Verboten. Bei gesunder Ernährung gehe es nicht darum, sich zu kasteien und tausend Gebote zu befolgen, sondern auf seinen Körper zu hören und ein gutes Gefühl zu entwickeln. Gemeinsam mit der Zeitschrift „Brigitte“ und den Eurotoques rief Fischer auf, die Lust am Essen und am Genuss neu zu entdecken. „Wer sich dauernd Crash-Diäten unterwirft, hat gute Chancen, beim Abnehmen zu scheitern. Wer es lässiger angeht, fährt besser“, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung. Unterstützt vom Ministerium bieten Brigitte und die Eurotoques in zehn deutschen Städten jeweils drei Geschmacksseminare an. Die Seminare, die für November und Januar geplant sind, kosten 55 Mark und bieten etwa 20 Plätze. (dpa, 04.09.2000)ka Entschlüsselung von Fettzell-Genen läßt Wiederholte Diäten senken meist nur das HDL Leptin ist doch kein Wundermittel gegen
Übergewicht!
Saccharin-haltige Lebensmittel
Stiftung Warentest: Schlankheitsmittel wirkungslos bis
gefährlich Diät-Spritze: Abnehmen ohne Hungern? Teufelskreis: Mit den Kalorien
wächst das Verlangen nach mehr 27.02.2001 Leichter Sport verhindert Jo-Jo-Effekt ngebot von Fett reiche n Lebensmitteln sowie Zucker haltigen Säften und Sprudeln für den Menschen schlicht ein Problem, sagt Elmquist. Leibowitz fand, dass die Architektur der für den Appetit und die Gewichtregulierung zuständigen Hirnregionen beim Menschen, der Maus und der Ratte "verblüffend ähnlich" ist. Die Forscherin sah bei ihren Tierversuchen, dass schon eine schwere Mahlzeit ausreichte, um die Triglyzeride zu aktivieren und den Teufelskreis von Verlangen nach mehr und Anlage von Fettreserven in Gang zu setzen. Generell tritt dieser Mechanismus in Kraft, wenn der Fettanteil an der Ernährung eines Menschen über 30 Prozent hinausschießt. Vor Jahrhunderten, als der frühe Mensch seine Nahrung noch mühsam sammeln und jagen musste, erleichterte dieser Prozess noch das Überleben, sagt Leibowitz. Heute aber bewirkt er das Gegenteil. Er fördert die Fettleibigkeit und macht auf Dauer krank. dpa 21.02.2001
Zuviel Körperfett: Schneller außer Atem Helfen Diätgetränke? Was ist dran an den Diätgetränken? Die flüssigen Sattmacher
helfen tatsächlich beim Abspecken, fand eine Roggen hilft beim Abnehmen
Nahrungsmittel die den Stoffwechel bremsen: Bohnen, Brokkoli, Erbsen, Kichererbsen, Knoblauch, Kürbis, Lauch, Linsen,
Möhren, Soja, Sonnenblumenkerne, Spargel, Vollkorngetreide Ich will zunehmen! Die meissten Menschen die nicht zunehmen können haben einen schnellen Stoffwechsel. Dies, bedingt durch Schilddrüsenüberfunktion und erhöhte Nebennierenaktivität.
Pille ersetzt Fitnessstudio
US-Forscher tüfteln an Wundermittel gegen
ungezügelten Appetit Falsches Vorurteil: Süßstoffe fördern kein Übergewicht Health-Center "Ernährung und Abnehmen" Netdoktor 14. September 2002 Forscher entdeckt Genmutation als Grund für Übergewicht Grapefruits können beim Abnehmen helfen |
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Leitfaden
der Ernährungsmedizin.
Leitfaden zur Trainingskontrolle.
Warum wir siegen wollen.
Die Rückenschule. |
Gewichtmachen
254 DEUTSCHE ZEITSCHRIFT FÜR SPORTMEDIZIN Jahrgang 53, Nr. 9 (2002)
Braumann K.-M.*, Urhausen A.**
* Institut für Sport- und Bewegungsmedizin der Universität Hamburg
** Institut für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes,
Saarbrücken
Zusammenfassung
"Gewichtmachen", also die kurzfristige Reduzierung des Körpergewichts,
wird häufig in Sportarten mit verschiedenen Gewichtsklassen praktiziert, um
einen Start in einer leichteren Gewichtsklasse mit vermeintlich größeren
Erfolgsaussichten zu ermöglichen. Die zum Teil drastischen Eingriffe in den
Flüssigkeitshaushalt können zu erheblichen Gesundheitsgefährdungen bis hin
zu plötzlichen Todesfällen, insbesondere durch Hitzschlag aufgrund
reduzierter Thermoregulation, führen. Daneben wirkt sich eine zu starke
Gewichtsabnahme auch leistungsmindernd aus. Eine kurzfristige
Gewichtsabnahme von bis 3 % des Körpergewichts innerhalb von drei bis fünf
Tagen vor einem Wettkampf erscheint noch akzeptabel. Um ein überzogenes
Gewichtmachen zu verhindern, erscheint es sinnvoll, den Wiegevorgang
unmittelbar vor dem Wettkampf durchzuführen sowie eine parenterale
Flüssigkeitszufuhr nach dem Wiegen zur Wiederauffüllung des reduzierten
Flüssigkeitshaushalts zu verbieten. Bei Kindern und Jugendlichen ist
ein Gewichtmachen generell abzulehnen.
Einleitung
In Sportarten mit unterschiedlichen Gewichtsklassen ist
"Gewichtmachen" ein übliches und weit verbreitetes Verfahren zur
kurzfristigen Reduzierung des Körpergewichts an den Tagen und Stunden vor
der Waage. Dadurch soll der Start in einer niedrigeren Gewichtsklasse
möglich werden, was mit vermeintlich größeren Erfolgsaussichten verbunden
sein soll. Tatsächlich hängt der sportliche Erfolg in Sportarten mit
Gewichtsklassen wie z. B. im Ringen, Judo, Gewichtheben oder aber auch im
Leichtgewichtsrudern und beim Galoppsport oftmals entscheidend davon ab, ob
das eigene Körpergewicht unter Kontrolle gebracht bzw. in der Wettkampfzeit
im Rahmen der Gewichtsbegrenzungen möglichstniedrig gehalten werden kann.
Hierbei kann es jedoch zu erheblichen gesundheitlichen Komplikationen bis
hin zum letalen Ausgang sowie zu Leistungseinbußen kommen, auf die im
folgenden näher eingegangen werden soll.
Methoden zur kurzfristigen Gewichtsabnahme
Die gebräuchlichsten Methoden zur kurzfristigen Gewichtsabnahme sind
neben einer nahezu vollständigen Flüssigkeitrestriktion ein induziertes
Schwitzen durch extreme Saunaanwendungen oder Ausdauerbelastungen in
Winterbekleidung (z. B. in nicht-atmungsaktiver Thermokleidung, Regenjacken
über Trainingsanzügen einschließlich Wollmütze und Handschuhen) sowie die
Einnahme von Diuretika und Laxantien. Paradoxerweise genügt es in einzelnen
Sportarten, einmal zum Zeitpunkt der Gewichtskontrolle ein
Körpergewichtsminimum zu erreichen. Unmittelbar nach dem offiziellen Wiegen
kann dann eine schnelle Rehydratation durch parenterale Flüssigkeitszufuhr
(mitunter einschließlich von Makronährstoffen wie Kohlenhydrate und Eiweiß)
oder oral verabreichte mineralstoff- und kohlenhydratreiche Getränke
angestrebt werden, um möglichst innerhalb weniger Stunden schnell wieder
physiologische Normalbedingungen herzustellen. Dabei kann es dann auch
durchaus zu einem erheblichem Wiederanstieg des Körpergewichts kommen. Die
Wiedererlangung der vollen Leistungfähigkeit ist jedoch innerhalb einiger
Stunden nicht möglich (3)
Auswirkungen auf die Gesundheit
Akute Gewichtsmanipulationen in Sportarten mit Gewichtsklassen
führen zu einer Vielzahl von Veränderungen, die nicht nur eine
Beeinträchtigung
der körperlichen Leistungsfähigkeit, sondern auch erhebliche gesundheitliche
Auswirkungen zur Folge haben können. In den USA, aber auch in Deutschland
(4) wurden in den letzten Jahren mehrere Todesfälle bei Sportlern
beschrieben, die beim Abschwitzen vor der Waage in der Sauna, beim Fahren
auf dem Heimtrainer oder beim Laufen in extremer Hitze in Thermobekleidung
einen Hitzschlag erlitten.
Der Hitzschlag stellt eine der häufigsten Ursachen für einen plötzlichen Tod
im Sport dar. Ein Hitzschlag ist aber durch eine gezielte Aufklärung und
entsprechende präventive Maßnahmen vermeidbar. Kurzfristige Gewichtsabnahmen
sind nur durch erhebliche Eingriffe in den Flüssigkeitshaushalt des Körpers
zu erreichen. Durch die dabei entstehende Verminderung des Plasmavolumens
und der zirkulierenden
Blutmenge kommt es zu (1):
1. Blutdruckabfall
2. Erhöhung der Ruhe- und Belastungherzfrequenz
3. Abnahme des Schlagvolumens
4. Ausschüttung von Katecholaminen
5. reduzierter Nierendurchblutung mit Gefahr einer passageren
Nierenfunktionsstörung
6. reduzierter Muskeldurchblutung mit Abnahme der Leistungsfähigkeit
7. reduzierter Thermoregulation mit Gefahr von Hitzeschäden.
Durch zusätzlichen Einsatz von – durch Antidopingbestimmungen verbotenen -
Diuretika wird der Flüssigkeitsverlust beschleunigt, darüber hinaus kann es
zu Elektrolytverlusten kommen, die zu einer erhöhten muskulären Erregbarkeit
(Krämpfe) sowie Herzrhythmusstörungen führen können. Sogar bei einer relativ
geringen Körpergewichtsreduktion bzw. –stabilisation auf einem
verhältnismäßig niedrigen Niveau wurden bei
Hochleistungssportlern an den Tagen vor dem Wettkampf bereits deutliche
Defizite in der Makro- und Mikronährstoffversorgung (z. B. Flüssigkeit,
Eiweiß, Natrium, Kalium, Magnesium, Zink, Eisen und B-Vitamine)
beschrieben (7). Die Frage nach einem bleibenden Entwicklungsrückstand durch
häufigere körpergewichtsreduzierende Maßnahmen in Kombination mit einem
leistungssportlichen Training bleibt derzeit unbeantwortet.
Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit
Das Phänomen des "Gewichtmachens" ist in Sportarten mit Gewichtsklassen
nach wie vor ein übliches Verfahren, obwohl mehrfach gezeigt werden konnte,
dass kurzfristige Manipulationen des Körpergewichts
über den Wasserhaushalt teilweise erhebliche negative Auswirkungen auf die
körperliche Leistungsfähigkeit haben. In Sportarten, bei denen das Regelwerk
ein vielstündiges Zeitintervall zwischen der Waage und
dem Wettkampf zulässt (z. B. Ringen), wird erfahrungsgemäß davon
ausgegangen, dass zumindest ein "gemäßigtes" Gewichtmachen von 2-3 kg kurz
vor dem Wettkampf mit entsprechender Möglichkeit der Wiederauffüllung
vorteilhaft ist. Allerdings führt eine Gewichtsabnahme von ca. 5-6 % des
Körpergewichts innerhalb von drei Tagen durch Flüssigkeitsrestriktion zu
einer Abnahme der Maximalkraft, die auch nach Ausgleich des
Flüssigkeitsdefizits noch nach 16 Stunden nachweisbar ist (5). Eine durch
hypokalorische Kost kurzfristig durchgeführte Gewichtsabnahme führt über
eine Verringerung der muskulären Glykogenkonzentration zu einer Abnahme der
Kurzzeit- und Ausdauerleistungsfähigkeit (6), dagegen scheint eine
Gewichtsabnahme von ca. 1,3 kg durch Nahrungsrestriktion
über einen Zeitraum von ca. zwei Wochen ohne Verlust der Leistungsfähigkeit
möglich zu sein (8). Bei Leichtgewichtsruderern wurdenach einer kurzfristig
innerhalb von 24 Stunden durchgeführten Gewichtsreduktion
von 5 % des Körpergewichts mit anschließender Rehydratation von 1,5 l in 2
Stunden (Zeitpunkt Waage bis Start) ein deutlicher Leistungsabfall von 5 %
gemessen; dieser korrelierte mit dem Abfall des Plasmavolumens und ging mit
einer um ca. ein Drittel geringeren Glykogenaufladung der Muskulatur einher
(2).
Empfehlungen
In Anlehnung an eine aktuell vorbereitete Stellungnahme der Sektion
Leistungssport der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention
ergeben sich folgende Empfehlungen:
1. Eine gründliche Aufklärung von Trainern und Athleten in Sportarten mit
Gewichtsklassen soll die gesundheitlichen Risiken und
leistungsphysiologischen Konsequenzen einer Gewichtsmanipulation transparent
machen.
2. Anhand von Körpergewichts- und Körperfettmessungen sollte gemeinsam und
frühzeitig im Saisonverlauf eine realistische Zielsetzung bei der
Gewichtsreduktion erstellt werden, um zu starke Gewichtsschwankungen
und damit die Notwendigkeit großer Gewichtsabnahmen vor einem Wettkampf zu
vermeiden. Hierbei sollten Sportler und Betreuer in Sportarten mit
Gewichtsklassen vermehrt Ernährungsberatungen in Anspruch nehmen, um
Defizite in der Nährstoffdichte zu vermeiden.
3. In Sportarten mit Gewichtsklassen werden Körpergewichtsveränderungen von
maximal 3 % des Körpergewichtes, verteilt über einen Zeitraum von fünf bis
sieben Tagen vor dem Wettkampf, für akzeptabel gehalten.
4. Das Regelwerk in den betroffenen Sportarten sollte – so noch nicht
geschehen - dahingehend verändert werden, dass der Wiegevorgang möglichst
unmittelbar vor (und idealerweise auch nach) dem Wettkampf stattfindet und
bei mehrtägigen Wettkämpfen das tägliche Wiegen obligat wird. Dadurch kann
eine zu starke Entwässerung des Körpers wegen der damit einhergehenden
erheblichen Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit nicht mehr angewandt
werden. Beim Boxen und Leichtgewichtsrudern wird maximal 2 Stunden vor dem
Wettkampf gewogen.
5. Eine parenterale Flüssigkeitszufuhr nach dem Wiegen sollte generell
verboten werden. Bei Kindern und Jugendlichen sollte auf das "Gewichtmachen"
ganz verzichtet werden.
Literatur
1. American College of Sports Medicine: Position stand: Weight loss in
wrestlers. Med Sci Sports Exerc 28 (1996) ix-xii.
2. Burge CM, Carey MF, Payne WR: Rowing performance, fluid balance, and
metabolic function following dehydration and rehydration. Med Sci Sports
Exerc 25 (1993) 1358-1364.
3. Costill DL, Sparks KE: Rapid fluid replacement following thermal
dehydration. J Appl Physiol 34 (1973) 299-303.
4. Dunker M, Rehm M, Briegel, Thiel M, Schelling G: Kasuistik: Anstrengungs-
induzierter Hitzschlag. Tod durch "Abschwitzen": Letales Multiorganversagen
durch akzidentielle Körpertemperaturerhöhung bei einem
23-jährigen Sportler. Anaesthesist 50 (2001) 500-505.
5. Oopik V, Paasuke M, Sikku T, Timpmann S, Medijainen L, Ereline J,
Smirnova T, Gapejeva E: Effect of rapid weight loss on metabolism and
isokinetic performance capacity. A case study of two well trained wrestlers.
J Sports Med Phys Fitness 36 (1996) 127-131.
6. Rankin JW, Ocel JV, Craft LL: Effect of weight loss and refeeding diet
composition on anaerobic performance in wrestlers. Med Sci Sports Exerc 28
(1996) 1292-1299.
7. Urhausen A, Albers T, Kindermann W: Die internistische
Gesundheitsgefährdung im Rudersport unter besonderer Berücksichtigung des
Leichtgewichtsruderns. Leistungssport 32 (2002) 4, 23-28.
8. Zachwieja JJ, Ezell DM, Cline AD, Ricketts JC, Vicknair PC, Schorle SM,
Ryan DH: Short-term dietary energy restriction reduces lean body mass but
not performance in physically active men and women. Int J Sports Med 22
(2001) 310-316.
Anschrift der Verfasser:
Prof. Dr. med. K.-M. Braumann
Institut für Sport- und Bewegungsmedizin der Universität
Hamburg Mollerstr. 10 20148 Hamburg e-mail: braumann@uni-hamburg.de
Prof. Dr. med. A. Urhausen
Institut für Sport- und Präventivmedizin Universität des Saarlandes
66041 Saarbrücken e-mail: a.urhausen@rz.uni-sb.de