HÖHENANPASSUNG
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Höhentraining. Das
Erfolgskonzept der Ausdauersportarten.
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Lexikon der Sportmedizin.
Hollmann EUR 50,11 Taschenbuch (1995) Hier bestellen! |
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Sportmedizin. Physiologische
Grundlagen. Markworth EUR 10,17 Taschenbuch - 317 Seiten (1999) Hier bestellen! |
H
öhenanpassung Peter Bärtsch Hoehenkrankheit Bücherecke
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Praktische
Höhenmedizin. Two-in-one-edition. von Andrew J. Pollard, David R. Murdoch Preis: EUR 24,95 Taschenbuch Erscheinungsdatum: 1998 Hier bestellen! |
Wer mit der Bahn auf das
Jungfraujoch fährt
(3450 m), wird dort
schnell feststellen, dass bereits geringe körperliche
Belastungen mit
deutlich höherer
Atem- und Herzfrequenz einhergehen und,
im Vergleich zum Tiefland, als anstrengender empfunden
werden. Der Leistungsverlust in der Höhe
wird messbar ab
einer Höhe
von 1500 m und beträgt
als Faustregel pro
100 m über
1500 m ca. 1 % Reduktion der maximalen Sauerstoffaufnahme
(V · O
2 max.). Bei hoch trainierten Athleten
beginnt der Leistungsabfall schon in Höhen
ab 1000 m. In Höhen
ab 3000 m wird die Leistungseinbuße
auch bei geringeren
Belastungen im Alltag spürbar.
Wer sich über
vmehrere
Tage bis Wochen in der Forschungsstation der Jungfraujochs
aufhält,
wird die Leistungseinschränkung
durch die Höhe
im Alltag nicht mehr registrieren. Dank Höhenakklimatisation
ist es sogar möglich,
dass Bergsteiger nach
mehrwöchigem
langsamen Aufstieg in der Lage sind, wenn
auch nur unter größter
Anstrengung, 8000er ohne zusätzlichen
Sauerstoff zu besteigen, während
eine akute Exposition in
einer Unterdruckkammer auf der gleichen simulierten Höhe
innerhalb von ca. 15 min ohne zusätzlichen
Sauerstoff zur Bewußtlosigkeit
führt.
In diesem Beitrag sollen die wichtigsten
Mechanismen der Höhenakklimatisation
besprochen werden. Bei akuter Exposition kompensieren
wir die Beeinträchtigung
der Sauerstoffversorgung als
Folge des reduzierten O 2 -Partialdruckes durch
Steigerung der Ventilation und Zunahme des Herzminutenvolumens (Herzfrequenz).
Bei anhaltender Hypoxie werden
weitere Anpassungsvorgänge
ausgelöst,
die letztlich alle in
einer Verbesserung des O 2 -Gehaltes des zirkulierenden Blutes
resultieren. Die Wirkung dieser Mechanismen setzt
zeitlich gestaffelt ein. Nach wenigen Stunden beginnt eine
Hämokonzentration,
in den ersten Tagen kommt es ferner zur
ventilatorischen Akklimatisation, während
die Steigerung der
Erythropoese erst ab etwa der 3. Woche ins Gewicht fällt.
Weitere Anpassungsvorgänge,
die das kardiovaskuläre
System und die Muskulatur
betreffen, können
im Rahmen dieser
kurzen Übersicht
nicht besprochen werden.
Abnahme des Plasmavolumens
Unter kontrollierten
Laborbedingungen lässt
sich gut zeigen, dass das
Plasmavolumen in Hypoxie wegen einer Zunahme der
Diurese, die auch Höhendiurese
genannt wird, abnimmt. Diese
„Eindickung" führt zu einer Zunahme der Sauerstofftransportkapazität
pro Volumeneinheit Blut. Änderungen der
Nierendurchblutung, Hypokapnie, Hyperventilation und hormonale
Veränderungen kommen als Ursache der Höhendiurese in
Frage (5). In Feldstudien ist der Nachweis der Höhendiurese
oft schwierig, weil unter Belastung zusätzlich vermehrt
Flüssigkeit über Atmung und Schwitzen verloren wird und weil Bergkrankheit in
der Regel mit Flüssigkeitsretention einhergeht (Abb. 1).
Wichtig ist zu realisieren, dass der initiale
Hämoglobinanstieg während eines Höhenaufenthaltes nichts
mit gesteigerter Erythropoese zu tun hat.
Ventilatorische Akklimatisation
In den ersten 2 Wochen kommt es in einer gegebenen Höhe zu
einer deutlichen weiteren Steigerung der Atmung. PCO 2 , als
Indikator der Ventilation, fällt z. B. in einer Höhe von 4500
m über 2 Wochen um weitere 5 - 7 Torr, während die SaO 2
in dieser Zeit um 10 % ansteigt (2). Interessanterweise spielt
sich der Großteil dieser ventilatorischen Akklimatisation während
der ersten 2 – 3 Tage ab (Abb. 2), d. h. in einem Zeitraum,
in dem normalerweise die Symptome der Bergkrankheit
verschwinden. Neue Untersuchungen zeigen, dass diese
zusätzliche Steigerung der Atmung durch eine Zunahme der
Empfindlichkeit der Chemorezeptoren im Glomus caroticum
auf Hypoxämie zurückzuführen sind, während der vermehrten
Bicarbonatausscheidung im Urin zur Kompensation der
respiratorischen Alkolose eine geringe Bedeutung zukommt
(3). Eine zusätzliche Steigerung der renalen Bicar-bonatausscheidung durch
Diamox ist jedoch sehr wirksam. Sie führt zu einer
weiteren Zunahme der Ventilation, verbessert die
Sauerstoffsättigung und kann Symptome der Bergkrankheit
verhindern (1). Ventilatorische Akklimatisation führt zu
einer Verbesserung der Sauerstoffversorgung, in-dem sie
über eine Zunahme des PO 2 in den Alveolen zu einer besseren
Aufsättigung des Hämoglobins führt
Gesteigerte Erythropoese
Am 1. bis 2. Tag einer Höhenexposition kommt es zum maximalen Anstieg
des Erythropoietins, das dann rasch wieder abfällt und
sich auf nur leicht erhöhten Werten (im Vergleich zum
Tiefland) stabilisiert. Nach einigen Tagen finden sich als Ausdruck
der gesteigerten Erythropoese Retikulozyten im peripheren
Blut, nach ca. 2 Wochen lässt sich ein signifikanter Anstieg
der Erythrozyten bzw. des Hämoglobins nachweisen. Die
wenigen Studien, die die gesamte Erythrozytenmasse direkt
mittels Markierung oder indirekt über das Plasmavolumen
gemessen haben, zeigen, dass es beim klassischen Höhentraining
zu einer signifikanten Zunahme kommt nach 4 Wochen in 2500
– 2800 m, während 3 Wochen in Höhen bis zu 2300 m
nicht zu signifikanten Änderungen führten (4). Als
Folge der Zunahme junger Erythrozyten, welche einen erhöhten
Gehalt an 2,3-DPG aufweisen, und wegen einer Steigerung
der 2,3-DPG-Synthese in allen Erythrozyten kommt es zu
einer verminderten Sauerstoffaffinität des Hämoglobins, was
die Abgabe von Sauerstoff an das Gewebe erleichtert.
Dieser Effekt wird aber in Höhen ab 5000 m überspielt durch
eine ausgeprägte, nicht kompensierbare respiratorische Alkalose,
welche die Sauerstoffaffinität des Hämoglobins erhöht.
Dies begünstigt die Beladung mit Sauerstoff in der Lunge,
wogegen die Abgabe in der Peripherie erschwert wird. In
4000 m halten sich diese Effekte in etwa die Waage, so
dass es unter dem Strich zu keiner Verschiebung der HbO 2
-Dissoziationskurve kommt. Insgesamt ist die Veränderung der
Sauerstoffaffinität des Hämoglobins, im Vergleich zu den
anderen Mechanismen, für die Akklimatisation wahrscheinlich
von untergeordneter Bedeutung.
Bedeutung f
ür den Leistungssportler Hämoglobinanstieg im Höhentraining ist nicht gleichbedeutend mit mengenmäßiger Zunahme des Hämoglobins. Es kann sich um einen vorübergehenden Konzentrierungseffekt handeln, der nach Rückkehr ins Tiefland schnell wieder verschwindet.
Die üblicherweise durchgeführten Höhentrainings (Höhe etwa 2000 m, Dauer etwa 2-3 Wochen) führen nicht zu einer relevanten Hämoglobinvermehrung.
Die Akklimatisationsvorgänge verbessern die Ausdauerleistungsfähigkeit, weshalb für Wettkämpfe in der Höhe unbedingt ein vorheriger Akklimatisationsaufenthalt nötig ist.
Bedeutung für
den Bergsportler
Symptome der akuten Höhenkrankheiten
(akute Bergkrankheit, Höhenlungenödem)
sind auf eine ungenügende
Akklimatisation zurückzuführen.
Die Aufstiegsgeschwindigkeit soll
so festgelegt werden, dass es zu keinen wesentlichen Symptomen
kommt. Wegen großer
individueller Unterschiede kann
keine einheitliche Regel aufgestellt werden. Unsere Untersuchungen
zeigen, dass auch besonders anfällige
Personen bei einer
durchschnittlichen Aufstiegsgeschwindigkeit von
300 – 400
m/Tag ab einer Höhe
von 2000 m Höhen
bis 7000 m weitgehend
symptomfrei bleiben (1).
Bedeutung f
ür Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen Auch Menschen über 65 Jahre mit und ohne chronische Krankheiten zeigen in der Regel eine normale Höhenakkli-matisation
Höhenlagen der Kurorte und Ausflugsziele in den Alpen (1500 – 2500 m) sind in der Regel unproblematisch, weil die zusätzliche Belastung durch den geringen Leistungsverlust von ca. 5 – 10 % kaum ins Gewicht fällt
In den ersten 2 – 3 Tagen eines Höhenaufenthaltes (Zeit, in der die Hämokonzentration und die ventilatorische Akkli-matisation greifen), soll körperliche Schonung empfohlen werden, insbesondere für Patienten mit vorbestehenden Krankheiten oder Personen mit erhöhter Anfälligkeit für akute Höhenkrankheiten.
Literatur
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Höhenakklimatisation Maibäuerl Heimo
Zusammenfassung
Während des Aufenthalts in großen
Höhen setzt man den Organismus einem
mit der Höhe zunehmenden Grad an Hypoxie aus. Dabei werden Akklimatisationsvorgänge
eingeleitet, welche das Aufrechterhalten vi-taler Funktionen
während akuter und länger dauernder Hypoxie-Exposition ermöglichen.
Diese betreffen die Funktion einzelner Zellen und damit
auch der betroffenen Organe. Über periphere und zentrale Chemorezeptoren
wird in Hypoxie die Atmung und damit der
PO 2 im Blut erhöht.
Plasmavolumen-Verminderung und gesteigerte Erythropoese erhöhen die
O 2 -Transportkapazität. Auf zellulärer Ebene werden regulatorische Mechanismen
(z.B. Änderung von Enzymaktivitäten) initiiert, welche
meist auf das Sparen von Sauerstoff ausgerichtet sind. Akklimatisation an
chronische Hypoxie erfolgt auch durch die Regelung der Expression
von Proteinen, welche entsprechende Änderungen des Stoffwechsels (z.B.
Steigerung des anaeroben Stoffwechsels) und des Energiebedarfs sowie
die Verwertung des (wenigen) Sauerstoffs betreffen. Da aber
durch die Akklimatisationsvorgänge der Abfall des Sauerstoffpartialdrucks
im Blut in der Höhe nicht verhindert
werden kann, bleibt die Triebkraft
für die Sauerstoff-Diffusion vermindert, sodass diese Mechanismen im
Wesentlichen den hypoxiebedingten Leistungsabfall nicht verhindern
sondern nur begrenzen können.
Schlüsselwörter: Hypoxie,
Höhe, Akklimatisation, Atmung, Blut, Kreislauf,
Höhenkrankheiten
Bärtsch, Peter Abteilung Innere Medizin VII (Sportmedizin), Medizinischen Klinik und Poliklinik, Universitätsklinikum HeidelbergZusammenfassung
Zeitschrift für SportmedizinEntwicklungen im Höhentraining: Trends und Fragen
Friedmann, BirgitOben leben/schlafen - unten
trainieren
Um die Schwierigkeiten
bei der Trainingssteuerung in der Höhe zu
vermeiden, die Akklimatisationsreaktionen aber zu nutzen,
halten sich bei dieser Form des Höhentrainings die Sportler
in ihrer Freizeit in Hypoxie auf und führen ihr Training wie
gewohnt im Tiefland durch. Levine/Stray-Gunder-sen
(17) zeigten in einer kontrollierten Studie mit
Collegeläufern, dass die Sportler, die in
einer Höhe von 2500 m wohnten, ihr
Training aber in ca. 1300 m Höhe durchführten, sowohl
ihre VO 2 max, ihre Erythrozytenmasse als auch ihre
5000 m-Zeit im Tiefland verbessern konnten. Hingegen konnten
diejenigen, die in 2500 Höhe wohnten und trainierten, zwar
VO 2 max und Erythrozytenmasse, nicht aber ihre 5000
m -Zeit steigern. Eine dritte im Tiefland vergleichbar trainierende
Gruppe verbesserte sich überhaupt nicht (17). Der
Kritik, dass diese Ergebnisse mit drittklassigen Läufern erzielt
wurden, traten die Untersucher mit einer (unkontrollierten) Studie
mit Spitzenläufern entgegen, die ein vergleichbares Resultat
brachte (30). Eine in Deutschland durchgeführte Studie
konnte diese Ergebnisse bei Triathleten, die zwei
Wochen in 1956 m Höhe schliefen und in 700 m Höhe trainierten,
nicht bestätigen (8). Hier gilt es allerdings zu bedenken, dass
sowohl die Höhe als auch die Dauer der Hypoxieexposition deutlich
geringer waren. Da ein solches Höhentraining
logistisch nur an wenigen Orten zu
verwirklichen ist, wurden in den letzten Jahren zunächst
in Vuokatti (Finnland), später an weiteren Orten "Höhenhäuser"
("Stickstoffhäuser") gebaut und zuletzt auch "Hypoxiezelte"
auf den Markt gebracht. Eine finnische Arbeitsgruppe um
Rusko beobachtete
bei Sportlern, die 16 - 18 Stunden täglich
für 20 - 28 Tage in einem Höhenhaus entsprechend ca. 2500 m Höhe verbrachten,
einen signifikanten Anstieg sowohl der Erythropoetinkonzentration als auch der
Erythrozytenmasse. Bei einer anderen Gruppe von
Ausdauersportlern beschrieben sie eine
signifikante Retikulozytose nach 5 Nächten
in dieser Höhe (15, 24). Hingegen fanden Ashenden
et al. aus einer australische
Arbeitsgruppe weder einen Anstieg der
Erythrozytenmasse noch eine signifikante Retikulozytose
bei männlichen Ausdauersportlern nach 23 Nächten
in 3000 m Höhe (jeweils ca. 8 -10 Stunden) oder Radfahrerinnen
nach 12 Nächten in 2650 m Höhe (jeweils 8- 11
Stunden), (2, 3). Tabelle 1 gibt eine Übersicht über die zu dieser
Trainingsmodalität vorliegenden Untersuchungsergebnisse. Aus
diesen widersprüchlichen Untersuchungsergebnissen leiten
sich die Fragen ab, wie hoch, wie viele Stunden täglich und
über wie viele Wochen sich ein Sportler in seiner trainingsfreien
Zeit in Hypoxie aufhalten muss, um die Erythpropoese
signifkant zu stimulieren und eine Zunahme der
Erythrozytenmasse zu erreichen. Die lange
Zeit viel und kontrovers diskutierte Frage, ob bei Spitzensportlern
ein Höhentraining zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit
im Tiefland wirkungsvoller ist als ein vergleichbares Training
auf Meereshöhe, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt
nicht präzise zu beantworten. Dies hat damit zu tun,
dass Hochleistungssportlern nicht wie anderen Probanden ein
Losentscheid zugemutet werden kann, ob sie einem standardisierten
Training in der Höhe oder im Tiefland zu-geteilt werden.
Auch sind weitere Einflussgrößen (Klima, Motivation,
Gruppendynamik, etc.) nur schwer zu evaluieren. Im
Mittelpunkt des gegenwärtigen Forschungsinteresses stehen
die individuelle Tauglichkeit für Höhentraining und
die Möglichkeiten, die sich durch Hypoxieexposition und
Höhenakklimatisation in der trainingsfreien Zeit ergeben können.
Höhentraining
Hermann Buhl
Medizinische, physiologische und trainingsmethodische
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Bergsteigen ist für Herzkranke keineswegs tabu
Ab welcher Höhe es für Patienten gefährlich wird, kann an bestimmten Parametern
festgemacht werden Von Rainald Fischer
Ist es gefährlich, wenn man trotz KHK im Sommer bergsteigt? Kann man an einer Trekkingtour in
Nepal teilnehmen, auch wenn man Asthma hat? Ab welcher Berghöhe es für einen Menschen mit
chronischen Erkrankungen des Herzens oder der Lunge gefährlich wird, kann an bestimmten
Parametern festgemacht werden. Manche Krankheiten sind oft in der Höhe sogar geringer
ausgeprägt als im Tiefland. Typisches Beispiel hierfür ist das allergische Asthma bronchiale.
Bei Interkontinentalflügen muß bedacht werden, daß der Kabineninnendruck von Flugzeugen etwa einer Höhe von
2500 Meter entspricht. Entscheidend ist, daß mit zunehmender Höhe der Umgebungsluftdruck abnimmt und damit
auch der Sauerstoffpartialdruck (pO2). Es kommt zur hypobaren Hypoxie. In Verkehrsflugzeugen nimmt der pO2
von 160 mmHg in Meereshöhe auf 123 mmHg ab. Das entspricht einem arteriellen pO2 von etwa 60
mmHg, normal sind 70 bis 100 mmHg. Ein solcher Druckabfall wird von den meisten Menschen toleriert.
Bei 4000 Höhenmetern entspricht der arterielle pO2 nur noch etwa 50
mmHg. Bei längerem Aufenthalt in der Höhe akklimatisiert man sich und entwickelt eine
Polyglobulie. Der periphere Gefäßwiderstand nimmt zu, und das Plasmavolumen verringert sich. Die Anpassung an die hypobare Hypoxie ist zeitabhängig. Bei raschem Aufstieg
auf über 3000 m kann es zu folgenden Problemen kommen:
akute Höhenkrankheit
Höhenlungenödem
Höhenhirnödem
die chronische Höhenkrankheit; sie kann bei Hochlandbewohnern auch noch nach Jahren der Exposition
auftreten.
Die Betroffenen fühlen sich anfangs noch völlig wohl. Nach sechs bis zwölf Stunden bekommen sie
Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und klagen über Schwindel. Sie fühlen sich müde und schlafen trotzdem in
der ersten Nacht in der Höhe ausgesprochen schlecht. Am nächsten Morgen ist das Befinden meist noch ähnlich,
jedoch stellt sich im Laufe dieses und des nächsten Tages wieder die normale Leistungsfähigkeit ein -
vorausgesetzt, die Aufenthaltshöhe wird nicht weiter gesteigert. Hypoxisch bedingt entwickelt sich ein vasogenes Hirnödem, das die typischen Kopfschmerzen verursacht. Wenn
das Hirnödem soweit zunimmt, daß sekundär eine Mangeldurchblutung des Gehirns eintritt, kommt es zu dem
sehr ernstzunehmenden Höhenhirnödem mit einer Letalität von etwa 25 Prozent. Diese Komplikation tritt
glücklicherweise nur bei etwa einem Prozent der Patienten mit schwerer Höhenkrankheit auf, und zwar meist
dann, wenn trotz der Warnsymptome weiter aufgestiegen sind. Symptome des Höhenhirnödems sind vor allem
starke Kopfschmerzen, Ataxie, Halluzination und Bewußtlosigkeit. Das Höhenhirnödem ist in den Anfangsstadien
schwer von der akuten Höhenkrankheit abzugrenzen. Im Gegensatz zu Höhenkrankheit und Höhenhirnödem ist das Höhenlungenödem eine eigene Entität. In einer
Höhe von 3500 m bekommen etwa 2,5 Prozent der Exponierten ein Höhenlungenödem, etwa fünf Prozent der
Patienten sterben daran. Die Symptomatik wird meist von den Zeichen der akuten Höhenkrankheit begleitet und
unterscheidet sich klinisch nicht von kardiogen bedingten Lungenödemen - wohl aber die Therapie. Wegen der
unterschiedlichen Ursachen darf nicht mit Diuretika behandelt werden, sondern mit Medikamenten zur Senkung
des pulmonal-arteriellen Druckes.
So gelingt die Akklimatisation
Die beste Therapie bei Höhenkrankheiten ist die Prävention, das heißt die langsame
Akklimatisation. Folgende Regeln sollte man Patienten mit auf die Reise geben:
"Don't go too high too fast": Man sollte möglichst nicht mit dem Flugzeug bereits ins Zielgebiet einfliegen, sondern langsam aufsteigen. Ab 2500 m sollte
man täglich nicht mehr als 300 bis 400 m an Schlafhöhengewinn einplanen.
"Go high, sleep low": Die Höhe, die tagsüber erreicht wird, kann ruhig deutlich
über der Schlafhöhe liegen, damit durch den vermehrten hypoxischen Reiz der
Akklimatisationsprozeß weiter stimuliert wird. Nach jeweils 1000 m
Schlafhöhengewinn sollte man einen zusätzlichen Ruhetag einlegen.
"Don't go up until symptoms go down": Zeichen der erfolgreichen Akklimatisation ist das
vollständige Verschwinden der Symptome der akuten Höhenkrankheit. Bestehen noch deutliche Beschwerden, sollte man nicht weiter
aufsteigen. Nehmen die Beschwerden dennoch weiter zu, sollte am besten etwa 1000 Meter abgestiegen werden.
Vor Reisen in die Höhe ist ein Belastungstest ratsam
Eine medikamentöse Prävention der akuten Höhenkrankheit wird üblicherweise nicht
empfohlen. Bei Personen, die immer wieder an schwerer Höhenkrankheit leiden, bei
erzwungenermaßen raschem Aufstieg oder bei Rettungseinsätzen, kann eine medikamentöse Prophylaxe sinnvoll sein, etwa mit Acetazolamid 250 mg zweimal
täglich. Mittel der Wahl bei akuter Höhenkrankheit, Höhenhirnödem und Höhenlungenödem ist
der Abstieg in tiefere Lagen. Nur wenn dies aufgrund der Umstände nicht möglich ist,
sind medikamentöse Therapien angezeigt. Aber auch dann ist in erster Linie die Sauerstoff-Applikation zu nennen, da dies die einzige kausale Therapie ist.
Kortikosteroide sind außer bei Patienten mit akuter Höhenkrankheit auch bei Höhenhirnödem gut wirksam. Mit Dexamethason dreimal täglich vier Milligramm lassen
sich die Symptome zwar meist unterdrücken, eine bessere Akklimatisation kann jedoch
nicht erreicht werden. Bei der Behandlung von Patienten mit Höhenlungenödem ist vor allem die
Drucksenkung im pulmonalen Kreislauf wichtig. Geeignet sind etwa Nifedipin 10 mg
sublingual, dann Nifedipin 20 mg retard alle sechs Stunden. Nifedipin kann auch prophylaktisch bei Patienten, die bereits ein Höhenlungenödem erlitten haben und
rasch aufsteigen müssen, in retardierter Form angewendet werden. Gesunde Personen können unter Beachtung bestimmter Regeln ohne Probleme in
größere Höhen aufbrechen. Patienten mit kardialen oder pulmonalen Erkrankungen
sollten sich vor der Abreise in einem stabilen Zustand befinden, die medikamentöse
Therapie sollte optimiert sein. KHK-Patienten ohne Ruhe- oder Belastungsangina können bis in Höhen von etwa 5500 m mit entsprechend langsamer
Akklimatisation aufsteigen. Voraussetzung ist, daß die myokardiale Pumpfunktion und die koronare
Leistungsreserve ausreichend ist. Ein Belastungstest vor der Reise ist daher empfehlenswert.
Bei Patienten mit pulmonalen Erkrankungen sollte vor der Reise sichergestellt sein, daß
der zu erwartende arterielle pO2 nicht unter einen Wert von 55 mmHg sinkt. Dies kann
durch Regressionsgleichungen oder durch die Inhalation eines Gasgemisches mit einer
inspiratorischen Sauerstoff-Fraktion von 0,151 ermittelt werden. Ärzte
Zeitung, 07.02.2001
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Sportmedizin und Trainingslehre. |
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Physiotherapie Bd.13,Sportmedizin
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Stellenwert der Laktatbestimmung in der
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Gebirgstouren bis 2500 Meter Höhe ungefährlich
München (dpa) - Auch Patienten mit Herzkrankheiten oder erhöhtem Bluthochdruck können in der Regel Gebirgstouren unternehmen. Solange sich das Ausflugsziel unterhalb einer Höhe von 2500 Metern befindet, bestehen für Menschen mit einer stabilen Erkrankung der Herzkranzgefäße oder Bluthochdruck keine Bedenken. Das berichtet die in München erscheinende Fachzeitung "Ärztliche Praxis". Anders sehe es aus, wenn der Arzt einen erhöhten Druck im Lungenkreislauf festgestellt habe. Unternehmungen, die über 1500 Meter Höhe hinausführten, seien in diesem Fall nicht zu empfehlen. Sofern kein Hochdruck im Lungenkreislauf vorliegt, kämen Menschen mit stabiler Herzkrankheit mit den körperlichen Veränderungen in Höhenlagen in der Regel gut zurecht. Schonung sei nur zu Beginn des Aufenthaltes angezeigt. Nach fünf Tagen könne der Pateiten die gleichen Aktivitäten wie im Flachland ausüben, so die Zeitung. (ee) 23. März 2001
Extrazelluläre pH-Verteidigung gegen Milchsäure bei untrainierten und trainierten Höhenbewohnern
Böning D1, Rojas J2, Serrato M3, Ulloa C3, Gomez J2, Coy L2, Mora M2
1 Inst. Sportmedizin, Freie Universität Berlin; 2 Centro Fisiologia Ejercicio, Universidad Nacional de Columbia; 3 Centro Control Biomedico Coldeportes Bogota
Die Verteidigung der pH-Konstanz ist in der Höhe wegen der verringerten Bicarbonatkonzentration abgeschwächt. Andererseits ist die Gesamtmenge an Hämoglobin (Hb) als dem wichtigsten extrazellulär wirkenden Nichtbicarbonatpuffer erhöht und der PCO2 durch Hyperventilation erniedrigt. Zwei Fragen wurden untersucht: 1) Welche Bedeutung haben die verschiedenen Faktoren für die Gesamtverteidigung? 2) Ist die Gesamtverteidigung vom Trainingszustand abhängig? Plasmalaktatkonzentration [La] und Säure-Basen-Status wurden im arterialisierten Ohrläppchenblut vor, während und nach einem Fahrradergometerstufentest bei 10 untrainierten (22,7±1,2 Jahre; Mittel und Standardfehler) und 12 ausdauertrainierten (25,4±1,7 Jahre) männlichen Bewohnern von Bogotá (2600 m ü. NN) gemessen. Änderungen im Plasma entsprechen wegen der durchlässigen Kapillarwände
weitgehend denen im Extrazellulärraum. Gesamt-pH-Verteidigung (-.[La]/.pH), Nichtbicarbonatpufferkapazität (ßnbic) Bicarbonatpufferkapazität
(ßbic) und respiratorische Kompensation
wurden aus den Daten berechnet. Die Werte beliefen sich auf 108±5, 40±2, 41±1
und 31±6 mmol/l bei den Untrainierten. Bei den Trainierten (87±3, 28±2, 38±1,
25±3 mmol/I) waren Gesamt-pH-Verteidigung und Nichtbicarbonatpufferkapazität
signifikant niedriger (P<0,05). Verglichen mit Tieflandbewohnern war die
Gesamt-pH-Verteidigung bei allen Höhenbewohnern nicht verschlechtert, da
Nichtbicarbonatpuffer und respiratorische Kompensation zu höheren Werten
tendierten. Die scheinbar bessere Nichtbicarbonatpufferung bei den untrainierten
Höhenbewohnern lässt sich nicht durch Unterschiede in Hb-Masse oder
Hb-Konzentration erklären, Möglicherweise entsteht sie durch ein Ungleichgewicht
von La- und H+ lonentransport durch die Membranen untrainierter Muskelzellen bei
Arbeit.
37. Deutscher Kongress für Sportmedizin und Prävention - Prävention durch
Bewegung und Sport -
26. bis 30. September 2001 in Rotenburg a. d. Fulda
|
Doping . Die haftungsrechtliche und sportrechtliche Verantwortung von Sportler, Trainer,
Arzt und Sportverband
Ulrike Gutheil Preis: EUR 50,11 Hier bestellen! Broschiert - 220 Seiten - 1. Aufl. (1996) |
Hormone
im Ausdauersport "EPO, Steroide, Wachstumshormone" Arthur Thomas Preis: EUR 20,40 Taschenbuch - 260 Seiten (Dezember 1999) Hier bestellen! |
Anpassung von Blutvolumen und Hämoglobinmenge an intermittierende und chronische Hypoxie
Heinicke K1, Prommer N1, Cajigal J2, Viola T2, Behn C2, Schmidt W1
1 Abt. Sportmedizin/Sportphysiologie, Inst. für Sportwissenschaft, Universität Bayreuth; 2 Med. Fakultät, Universität Chile, Santiago
In mehreren Ländern leben und arbeiten
Menschen in zum Teil sehr großen Höhen. Bei chronischem Aufenthalt ist eine
nahezu optimale Anpassung bekannt, während über Menschen, die häufig die Höhe
wechseln, kaum Daten vorliegen. Es sollte geprüft werden, in wieweit
intermittierende Hypoxie zwischen Meerespiegel (MS) und 3500m (H) in Bezug auf
das Blutvolumen (BV) zu einer ähnlichen Anpassung wie bei chronischer Hypoxie
führt. Untersucht wurden: 1. Höhenbewohner (Hö, n=9), 2. Soldaten (Su, n=15),
die auf MS leben, 3. Soldaten (So, n=15), die seit einem halben Jahr abwechselnd
9-12 Tage auf H und 2-5 Tage auf MS leben und 4. Unteroffiziere (U, n=14), die
seit ca. 20 Jahren 3,5 Tage auf H und 3,5 Tage auf MS leben. Die totale
Hämoglobinmenge (tHb) und das Erythrozytenvolumen (EV) wurden mittels der
CO-Methode bestimmt, bei So und U am 4.Tag auf H. Hämatokrit (Hkt) und
Hämoglobinkonzentration ([Hb]) wurden bei So und U an Tag 1,2,4,11 (nur So) auf
H sowie nach 3-5 Tagen auf MS gemessen. Das Plasmavolumen (PV) wurde für die
entsprechenden Tage berechnet. Im Querschnitt zeigt sich eine sign. Erhöhung des
Hkt, der [Hb] sowie des tHb von Hö ,So und U um ca. 11% gegenüber Su (779 g),
während das PV sign. erniedrigt ist. Im Längsschnitt liegen Hkt und [Hb] von So
ständig über den Werten von Su, variieren aber deutlich von MS zum 11. Tag H
(45,5±3,0 - 50,0±2,0%, 15,6± 1,0 - 17,4±0,7g/dl). Das PV ist unter MS
vergleichbar zu Su und nimmt bis Tag 11 um 601±211ml ab. Bei U sind die
Veränderungen ähnlich, aber geringer ausgeprägt. Häufige intermittierende
Hypoxie verursacht in Bezug auf tHb und EV eine vollständige Anpassung,
vergleichbar Personen, die ständig in der Höhe leben. BV und PV unterliegen
dagegen starken Schwankungen und passen sich sehr rasch an die jeweiligen
Bedingungen auf H oder MS an.
37. Deutscher Kongress für Sportmedizin und Prävention - Prävention durch
Bewegung und Sport -
26. bis 30. September 2001 in Rotenburg a. d. Fulda
Anpassungen des
O2-Transportes bei akuter, chronischer und intermittierender Hypoxie
und ihre Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit
Schmidt W
Abt. Sportmedizin/Sportphysiologie, Universität Bayreuth
In Hypoxie werden unter körperlicher Belastung die Grenzen des O2-Transportes eher erreicht, so dass die maximale aerobe Leistung, ausgedrückt als VO2max, mit zunehmender Höhe abnimmt. Bei relativ hoher Streuung beträgt die VO2max auf 2000m (PiO2 115 mmHg) noch ca. 91% und auf 4000m (PiO2 87mmHg) 76% des Wertes auf Meereshöhe. Es zeigt sich hier bei leistungsstarken Sportlern eine stärkere prozentuale Abnahme als bei Untrainierten, was durch die Limitierung der VO2max durch das cardiorespiratorische System bei Trainierten und durch die muskuläre metabolische Kapazität bei Untrainierten begründet werden kann. Der in mittleren Höhen gegenüber dem PiO2 relativ geringere Abfall der VO2max kann auf Anpassungen der Sauerstofftransportprozesse auf verschiedenen Ebenen zurückgeführt werden. Die Ventilation nimmt unter akuter Hypoxie auf submaximaler Ebene zu, ist maximal aber identisch. Langfristige und intermittierende Hypoxie resultieren dagegen auch in höheren maximalen Atemminutenvolumina. Obwohl der alveoläre PO2 hierdurch bei Belastungsende deutlich ansteigt, kann niemals die gleiche Anzahl an O2-Molekülen ventiliert werden wie auf Meereshöhe. Der arterielle PO2 fällt unter akuter Hypoxie stark ab und erreicht bei chronisch Angepassten auf gleicher Höhe bis zu 10% höhere Werte. Auch unter maximaler Belastung besitzen chronisch Adaptierte einen höheren PO2 und eine höhere Sauerstoffsättigung des Hämoglobins, wobei die arterio-alveoläre O2-Differenz bei ihnen geringer ist. Bei intermittierender Hypoxie erfolgt innerhalb weniger Tage jeweils eine Adaptation und Deadaptation der Atmung an die jeweilige Höhe. Bei kontinuierlichem Wechsel z.B. zwischen O m und 3500m oszilliert der PCO2 zwischen 38 und 30mmHg, wobei unter Ruhebedingungen ein neues Gleichgewicht nach jeweils etwa 4 Tagen erreicht wird, die Arbeitsantwort aber auf beiden Höhen noch sensibler ist. Bei akuter Hypoxieexposition vermindert sich zunächst das Plasmavolumen (nach zwei Tagen auf 3500m um ca. 500 ml), was eine Erhöhung der Hb- Konzentration von 1,5 g/dl und somit Verbesserung der O2-Transportkapazität bedeutet. Unklar ist bislang, ob eine erhöhte Diurese und/oder ein Flüssigkeitsshift in das Interstitium auf Grund des veränderten transmuralen Drucks vorliegt. Während langfristigen Höhenaufenthaltes steigt die Erythropoieserate, so dass die totale Hämoglobinmasse und somit die Erythrozytenmenge auf 2600m um ca. 20% und auf 4500m um ca. 80% erhöht sind. Das Plasmavolumen bleibt bei chronisch Angepassten bis etwa 3000m konstant und fällt in größeren Höhen deutlich ab (auf 4500m noch ca. 65% des Wertes auf Meereshöhe). Da jedoch die Erythrozytenvermehrung stets überwiegt, besitzen Höhenbewohner ein größeres Blutvolumen. Wenngleich noch umstritten, zeigen die meisten Höhentrainingsstudien einen Anstieg der Erythrozytenmenge um bis zu 13% nach drei bis vier Wochen zwischen 2000 und 2900m, wobei hinsichtlich der durchgängigen Hypoxieexposition und der „train low – sleep high“ Methode kaum Unterschiede bestehen. Beachtet werden muss, dass eine sehr individuelle Antwort an das Höhentraining erfolgt, so dass die erwünschten Effekte nicht bei jedem Sportler eintreten. Wenn Sportler in der Höhe geboren sind und dort leben
und trainieren, addieren sich die Effekte
des Ausdauertrainings und der Hypoxie. Radrennfahrer, die auf 2600m Höhe leben,
besitzen daher extrem hohe Hämoglobinmengen und Blutvolumina, die deutlich (ca.
+10%) über den Werten von Spitzensportlern aus dem Flachland liegen, und die
Ursache für die sehr hohen VO2max Werte sein dürften. Demgegenüber führt ein
längerer oder chronischer Aufenthalt in Höhen über 3500m nicht zu einer höheren
VO2max auf Meereshöhe. Nach Himalayaexpeditionen kann trotz höherer
Erythrozytenmenge sogar ein geringerer maximaler O2-Umsatz festgestellt werden,
was in einer Verringerung der Mitochondrienzahl und Muskelmasse begründet ist.
Unklarheit herrscht noch über die genaue Regulation des hohen Erythrozyten- und
Blutvolumens der Höhensportler, da sowohl unter Ruhe als auch infolge von
Belastungen keine höheren
EPO
Werte als im Flachland gemessen wurden.
37. Deutscher Kongress für Sportmedizin und Prävention - Prävention durch
Bewegung und Sport -
26. bis 30. September 2001 in Rotenburg a. d. Fulda
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Auswirkungen eines Kraftausdauertrainings in normobarer Hypoxie auf Muskelquerschnitt, Kraftausdauer
und Maximalkraft
Friedmann B1, Borisch S1, Kucera K2, Müller H2, Erb G3, Richter G3, Bärtsch P1
1 Abt. Innere Medizin VII: Sportmedizin, 2 Olympiastützpunkt Rhein-Neckar; 3 Abt. Radiodiagnostik, Universitätsklin. Heidelberg
In der Literatur (Desplanches et al., Pflügers Arch. 1993) finden sich Hinweise darauf, dass eine intermittierende, nur während des Krafttrainings einwirkende, ausgeprägte Hypoxie einen zusätzlichen Reiz darstellen könnte, der den Muskelaufbau während der Erholungsphasen in Normoxie verstärkt. In der vorliegenden Studie sollte überprüft werden, ob ein Kraftausdauertraining in normobarer Hypoxie (FiO2 12.0%, ca. 4500 m Höhe) bei untrainierten Probanden eine stärkere Zunahme der Muskelkraft sowie des Muskelquerschnitts bewirkt als ein vergleichbares Training in Normoxie. 19 Probanden wurden nach einer 3-wöchigen Eingewöhnungsphase randomisiert einem Quadricepstraining im Sitzen (3x/Woche, Beincurler) in Hypoxie (HYP,
n = 10; 25,1 ± 2,9 J.; 183,5 ± 5,1 cm; 77,0 ± 9,0 kg) oder in Normoxie (NORM,
n = 9; 24,3 ± 2,5 J.; 179,3 ± 8,4 cm; 72,9
± 9,0 kg) zugeteilt.
Vor und nach der 4-wöchigen Trainingsphase wurden an einem isokinetischen System
Kraftausdauer (in einem “all-out Test” mit 50 Wiederholungen bei 180°/s
geleistete Arbeit) und Maximalkraft (bester Versuch aus 3 Wiederholungen mit
60°/s) sowie mittels Magnetresonanztomographie (MRT) der Querschnitt des M.
quadriceps femoris gemessen. Während die Kraftausdauer in beiden Gruppen
signifikant (p < 0.05) verbessert wurde (HYP von 56,0 ± 11,4 auf 60,5 ± 10,6
J/kg, NORM von 59,6 ± 7,3 auf 64,7 ± 7,2 J/kg), änderten sich Muskelquerschnitt
und Maximalkraft in keiner Gruppe signifikant. Im Gruppenvergleich ergaben sich
keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Änderungen in Muskelkraft und
-querschnitt. Ein Kraftausdauertraining in normobarer Hypoxie führt nicht zu
einer größeren Zunahme von Muskelquerschnitt, Maximalkraft oder Kraftausdauer
und hat somit keine Vorteile gegenüber einem vergleichbaren Training in Normoxie.
Unterstützt vom Bundesinstitut für
Sportwissenschaft, VF 0407/01/04/98
37. Deutscher Kongress für Sportmedizin und Prävention - Prävention durch
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Anfälligkeit, Aufstiegsgeschwindigkeit und Vorakklimatisierung sind die wichtigsten Determinanten der Prävalenz der Akuten Bergkrankheit (ABK)
Schneider M, Bernasch D, Weymann J, Holle R*, Bärtsch P
Innere VII/Sportmedizin, Med. Klinik und Poliklinik, Universität Heidelberg, *GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH, Neuherberg
Bei 827 Bergsteigern in der Cap.
Margherita (4559m) untersuchten wir das Zusammenwirken etablierter
Risikofaktoren auf die Prävalenz der ABK. Die individuelle Anfälligkeit wurde
durch Art und Häufigkeit von ABK-Symptomen früherer Höhenexpositionen erfasst.
Höhenaufenthalte über 3000 m an mehr als 4 Tagen in den letzten 2 Monaten vor
der aktuellen Tour wurden als ausreichende Vorakklimatisierung und ein Aufstieg,
der in mehr als 3 Tagen erfolgte, als langsam bezeichnet. Die Diagnose ABK wurde
gestellt, wenn der
morgendliche AMS-C Score des Environmental Symptom Questionnaire
>= 0,70 betrug. Die multivariate Analyse erfolgte durch Kontingenztafeln und
logistische Regressionen. Bei anfälligen Bergsteigern ohne Vorakklimatisierung
und schnellem Aufstieg betrug die Prävalenz der ABK 60 %. Diese wurde durch eine
ausreichende Vorakklimatisierung oder durch einen langsamen Aufstieg auf 30 %
reduziert. Beide Faktoren gemeinsam reduzierten die Prävalenz auf 8 %. Durch
Anfälligkeit wurde, unabhängig von der Vorakklimatisierung und von der
Aufstiegsgeschwindigkeit, das relative Risiko für ABK verdoppelt. Alter,
Geschlecht, Trainingsumfang, BMI, Alkohol und Rauchen zeigten keinen Einfluss.
Das Modell wurde an einer Teilstichprobe (in 1996 und 1998) etabliert und an
einer unabhängigen Teilstichprobe (in 2000) erfolgreich validiert. Diese Studie
zeigt, dass beim alpinen Bergsteigern individuelle Anfälligkeit,
Vorakklimatisierung und Aufstiegsgeschwindigkeit wichtige und unabhängige
Determinanten der Prävalenz der ABK sind.
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Auswirkungen eines 21-tägigen „live high – train low“-Trainings auf die individuelle Hypoxietoleranz in 5.500m-Höhe
Kowoll R1, Welsch H1, Simon G2, Witte U3, Thiesmann M3
1 Flugmedizinisches Institut der Luftwaffe (Abt.II), 2 Sportmedizinisches Institut der Bundeswehr 3 Sportfördergruppe der Bundeswehr Warendorf
Problem:
Die Höhenadaptation ist eine notwendige
Vorbereitungsmaßnahme für Höhenexpeditionen, neben der Leistungsanpassung
erfolgt eine Steigerung der Hypoxietoleranz. Akute Bergkrankheit und
Höhenlungenödem stellen gefürchtete gesundheitliche Gefährdungen dar, da sie
bereits bei Daueraufenthalten in mittleren Höhen auftreten und zum Ausfall der
Teilnehmer führen können.
Hypothese:
Auch durch eine Höhenexposition von
täglich nur mehreren Stunden wird die individuelle Hypoxietoleranz innerhalb von
drei Wochen gesteigert.
Methode: 13 Schwimmer nahmen im
Rahmen eines Trainingslagers an der Studie teil. Eine Gruppe [N=6] verbrachte
pro Nacht jeweils 8 Stunden in einer Höhen-Klima-Kammer in einer simulierten
Höhe von 2.500m (Luftdruck .
745 hPa). Die übrigen 16 Stunden des Tages
verbrachten sie unter den gleichen Umgebungs- und Trainingsbedingungen wie die
Vergleichsgruppe [N=7] auf einer Ortshöhe von ca. 300m (Luftdruck
.
990 hPa). Vor der ersten und nach der 21.
Nacht wurden die Sportler einer hypobaren Hypoxiephase in ca. 5.500m simulierter
Höhe (Luftdruck .
470 hPa) ausgesetzt. Neben der Ermittlung
der individuellen Hypoxie-Symptome erfolgte u.a. eine Bestimmung der
Herzfrequenz, der pSaO2 (Fingerclip) und des pO2 (Blutgasanalyse). Ein Anschluss
der Sauerstoffversorgung war jederzeit durch den Probanden möglich, erfolgte
spätestens jedoch bei einer pSaO2 von 70%.
Ergebnisse:
Nach dreiwöchiger simulierter
Höhenexposition von täglich 8 Stunden zeigte sich, dass die Wahrnehmung der
Hypoxie-Symptome zeitlich später bzw. bei einer objektiv geringeren
Sauerstoffsättigung des Blutes (pSaO2) erfolgte. Auch war der Wiederanschluss an
die Sauerstoffversorgung in der höhenexponierten Gruppe erst zu einem späteren
Zeitpunkt erforderlich verglichen sowohl zur Eingangsuntersuchung als auch
Kontrollgruppe (deren Zeiten unverändert).
Folgerungen:
Eine zeitlich begrenzte tägliche
Höhenexposition führt offenbar zu Anpassungsvorgängen im Sinne einer erhöhten
individuellen Hypoxietoleranz. Möglicherweise ist ein solches Vorgehen in der
Vorbereitung auf eine Höhenexpedition zur Verringerung höheninduzierter
Gesundheitsrisiken eine hilfreiche Maßnahme.
37. Deutscher Kongress für Sportmedizin und Prävention - Prävention durch
Bewegung und Sport -
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Ein beginnendes Höhenlungenödem bei Bergsteigern nicht so
selten
Das Höhenlungenödem ist eine gefährliche, aber seltene
Erkrankung und tritt meist bei besonders disponierten Personen auf (höherer pulmonalarterieller Druck, kleinere Lunge, höherer pulmonalarterieller
Verschlussdruck (linksatrialer Füllungsdruck) bei Belastung auf Meereshöhe).
Auch der epitheliale Natrium- und Wassertransport könnte involviert sein.
Da die Symptome Kurzatmigkeit, Tachykardie, Husten und arterielle
Sauerstoffunterversorgung zu einem gewissen Grad immer in der Höhe auftreten und
man auch sein Ziel nicht gerne sofort aufgibt, wäre es möglich, dass leichte
Formen eines Höhenlungenödems unerkannt bleiben. 262 Bergsteiger, die innerhalb
von 2Wochen den Monte Rosa (4559) bestiegen wurden unmittelbar vor dem Aufstieg
und 24 Stunden später 1h nach ihrer Ankunft untersucht. Nur ein Bergsteiger
entwickelte ein echtes Höhenlungenödem, aber 40 (15%) zeigten Lungengeräusche
und röntgenologische Zeichen eines interstitiellen Ödems, klinische Symptome wie
Kurzatmigkeit oder Husten waren jedoch bei ihnen nicht häufiger als bei den
übrigen Bergsteigern. 92% dieser Gruppe zeigten dabei ein erhöhtes „closing
volume“ (Lungenvolumen, bei dem sich die großen Luftwege schließen, bevor das
Residualvolumen bei maximaler Atmung erreicht wird). Auch von den 197
Bergsteigern ohne Anzeichen eines Ödems wiesen 74% einen Anstieg des closing
volume in der Höhe auf. Unter der Annahme das ein erhöhtes closing volume für
eine erhöhte extravaskuläre Flüssigkeitsmenge in der Lunge steht, legen die
vorgelegten Daten nahe, dass es bei 3 von 4 gesunden Bergsteigern zu einem
subklinischen Höhenlungenödem unmittelbar nach einem mäßigen Aufstieg kommt. So
besteht ein Risiko nicht nur für eine besonders empfindliche Gruppe sondern
nahezu für jeden Bergsteiger in Abhängigkeit von Häufigkeit und Intensität der
Belastung. Das Risiko ist offenkundig größer bei kleinen Lungen, die eine
geringere Gefäßkapazität und damit höhere pulmonalarterielle Drücke aufweisen.
U.K. (Cremona G et al.: Pulmonary extravascular fluid accumulation in
recreational climbers: a prospective study. Lancet 359 (2002) 303-309)
DEUTSCHE ZEITSCHRIFT FÜR SPORTMEDIZIN Jahrgang 53, Nr. 2 (2002)
HEIDELBERG (bd/eis). Beim Wandern oder Klettern in großen Höhen ist das Höhenlungenödem eine gefürchtete Komplikation; unbehandelt stirbt jeder zweite Betroffene daran. Lange wurde vermutet, daß die Krankheit durch Entzündungsreaktionen in der Lunge bedingt ist. Dies wird jetzt in einer Studie widerlegt.
An der Untersuchung von Forschern aus Seattle im US-Staat Washington, London, Zürich und Heidelberg haben 16 Alpinisten teilgenommen (JAMA 287, 2002, 2228). Sie wurden auf 450 Höhenmetern sowie nach einem raschen Aufstieg auf 4560 Höhenmetern in der Hütte Margherita im Monte-Rosa-Massiv in der Schweiz auf Herz und Lunge untersucht. Neun Teilnehmer bekamen ein Höhenlungenödem. Bei ihnen belegten die Forscher mit bronchoalveolärer Lavage Proteine und Erythrozyten im Alveolarraum, was auf Lecks in den Lungenkapillaren hindeutet. Entzündungsparameter wie Granulozyten oder Zytokine waren jedoch nicht nachweisbar, sagte einer der Studienautoren, Professor Peter Bärtsch aus Heidelberg, zur "Ärzte Zeitung". "Nun verstehen wir, warum Kortison bei Höhenlungenödem keine Wirkung hat", sagte er. Die Symptome würden vielmehr durch eine überschießende pulmonal-arterielle Hypertonie bedingt. Zur Vorbeugung von Höhenlungenödem sollte man sich langsam an die Höhe adaptieren. Als Regel gilt, ab 3000 Metern die Schlafhöhe nicht mehr als 300 Meter pro Tag nach oben zu verlegen. Bei Symptomen wie Atemnot, dramatischem Leistungsabfall und Husten, sollte man sofort absteigen. Helfen kann auch Sauerstoffzufuhr. Zur Prophylaxe und Therapie wird auch zu Medikamenten geraten, die den pulmonalarteriellen Druck senken, wie Nifedipin.
In einer Untersuchung aus einem Institut aus Barcelona mit einer
Unterdruckkammer wurden jetzt Ergebnisse vorgelegt. Dabei wurden Freiwillige
einer simulierten Höhe ausgesetzt und zwar in einer hypobaren oder
Unterdruckkammer für 17 Tage, etwa 3-5 Std. täglich, dies entsprach einer Höhe
von etwa 4.000 bis 5.000 Metern. In dieser Zeit mussten sie einem
Trainingsprogramm nachgehen. Dieser Exposition von Hypoxie und hypobarer
Situation führte zu einem Anstieg der roten Blutkörperchen des Hämoglobins und
damit zu einer Verbesserung der Sauerstofftransportkapazität, nachfolgend
verbesserte sich die Laktatschwellenbestimmung unter Belastung deutlich.
Vergleichbare respiratorische und spiroergometrische Größen verbesserten sich
ebenfalls. Diese Untersuchungen zeigen, dass eine kurzdauernde intermetierende
Exposition an eine Hypoxie mit gleichzeitigem Training in einer hypobaren
Kammer zu einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit führt.
(H.Casas et. Al., Aviat. Space Environ Med.)
Prof. Dr. med. Löllgen
C.S. Fulco und Mitarbeiter berichten über eine Untersuchung über
Trainingsstudien in unterschiedlichen Höhen. Dabei untersuchten sie
verschiedene Situationen: Training auf der gleichen Höhe, Training in der
Höhe, Wohnen in Seehöhe, Training in niedriger Höhe, Wohnen in großer Höhe und
letztlich Training in einer Höhe unterhalb des Meeresspiegels mit Training
nach Akklimatisation. Die Untersuchungen führten zu dem Ergebnis, dass die
Kombination aus „Hochleben“ (z.B. 2.500 m Höhe) mit einer Akklimatisation und
Training in niedriger Höhe (z.B. 1.250 m Höhe), scheint demnach die
effektivste Methode zu sein um die Leistungsfähigkeit bei Wettkämpfen in
Meereshöhe zu verbessern.
Prof. Dr. med. Löllgen
Standards der Sportmedizin
http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/images/heft1102/stint_11_02.pdf
Jahrgang 53, Nr. 11 (2002) DEUTSCHE ZEITSCHRIFT FÜR SPORTMEDIZIN 325
Hämatokrit
W. Schmidt Abteilung Sportmedizin/Sportphysiologie,Universität
Bayreuth
Zusammenfassung
Der Hämatokrit kennzeichnet den Anteil der Erythrozyten an einer Blutprobe
und mit Einschränkungen auch am Gesamtblut. Er beträgt beim Mann ca. 45% und bei
der Frau 40% mit einer noch als normal geltenden
relativ hohen Schwankungsbreite. Er wird sowohl durch Veränderungen des
Erythrozyten- als auch des Plasmaanteils beeinflusst und kennzeichnet somit
anämische und polyzythämische Zustände sowie De- und Hyperhydratationen. Hohe
Hämatokrit-Werte stellen einen Risikofaktor für Thromboembolien dar. Bei
Ausdauersportlern werden tendenziell leicht erniedrigte Werte gefunden, was auf
einer stärkeren Zunahme
des Plasma- als des Erythrozytenvolumens beruht. Bei Blut- und EPO-Doping steigt
der Hämatokrit aufgrund der selektiven Erhöhung des Erythrozytenvolumens an,
ohne jedoch als Dopingnachweis gelten zu können. Mit der Einführung von
Hämatokrit-Obergrenzen in einigen Ausdauerdisziplinen, die dem Schutz der
Gesundheit des Sportlers dienen und bei deren Überschreiten der Sportler
vorübergehend von der Ausübung seiner Sportart suspendiert wird, wurde versucht,
Dopingpraktiken einzudämmen. Da jedoch auch ohne Dopingmaßnahmen individuell
hohe Hämatokritwerte auftreten können und der Hämatokrit auch durch Erhöhung des
Plasmavolumens manipuliert werden kann, sind die bestehenden Grenzwerte nicht
unumstritten. Direkte Messungen der Gesamtkörperhämoglobinmenge können hier in
Zukunft weiterhelfen.
Definition und Bestimmungsmethoden
Der Hämatokrit (Hkt) ist definiert als der prozentuale Anteil der Blutzellen
am Gesamtblut und besteht zu etwa 99% aus Erythrozyten. Prinzipiell kann er
durch zwei unterschiedliche Methoden bestimmt werden: Durch Ultrazentrifugation
einer mit Blut gefüllten Kapillare: Hierbei sammeln sich die zellulären
Bestandteile des Blutes im unteren Bereich an und können mit der gesamten
Blutsäule in Beziehung gesetzt werden. Da in der Erythrozytensäule noch ca. 2%
Plasmaanteile eingeschlossen sind, muss der abgelesene Hämatokritwert um diesen
Faktor korrigiert werden. Durch Bestimmung in einem Zellcounter: Hierbei wird
der Hämatokrit über das Produkt der Erythrozytenvolumina (MCV) und der
Erythrozytenzahl ermittelt. Der im gemischt-venösen Blut gemessene Hämatokrit
ist beim gesunden Menschen unter normalen Umständen um ca. 10% höher als der
Anteil des Erythrozytenvolumens am gesamten Blutvolumen. Die Ursache liegt
insbesondere im Phänomen des „Plasma-Skimmings“, welches eine geringere
Erythrozytenkonzentration an der Gefäßwand als im Gefäßzentrum und somit eine
generell geringe Erythrozytenkonzentration in kleinen Gefäßen beschreibt. Der
Quotient Hktgesamt/Hktvenös beträgt normalerweise 0,91 ±0,03 (5). Bei schwerer
Anämie sowie bei Aufenthalt in größeren Höhen kann der Wert bis auf 1,0 oder
auch darüber ansteigen und bei kongestiver Herzinsuffizienz auf unter 0,91
abfallen. Der durchschnittliche Hämatokrit liegt bei Männern um 45%, bei Frauen
um 40%. In den einzelnen Lehrbüchern wird seine noch als normal zu bezeichnende
Schwankungsbreite sehr unterschiedlich beschrieben, liegt jedoch zumeist
zwischen 37% und 52% bei Männern und 35% und 48% bei Frauen. Er ist bei der
Geburt deutlich höher (ca. 59%), sinkt in den ersten Lebensmonaten ab (ca. 40%)
und steigt beim männlichen Jugendlichen während der Pubertät wieder auf die
bekannten Normalwerte an (1). Im Alter verändert sich der Hämatokrit nicht.
Bedeutung des Hämatokrit im klinischen Bereich
Der Hämatokrit wird, oft alternativ zur Hämoglobinkonzentration, zur
Beurteilung der Sauerstofftransportkapazität und Blutbildung genutzt, wobei sich
beide Größen (Hämoglobinkonzentration und Hämatokrit) auch unterschiedlich
verhalten können. Werte unter 37%, bzw. 34% zeigen eine Anämie an (5), ohne
selbst jedoch Aufschlüsse über ihre Ursache oder über das gesamte Blutvolumen
geben zu können. Ursachen für niedrige Hämatokritwerte können in
Blutbildungsstörungen (z.B. renalen Ursprungs), Blutverlusten oder erhöhten
Hämolyseraten (z.B. Malaria) liegen. Bei Blutverlusten muss beachtet werden,
dass der Hämatokrit noch mehrere Stunden unverändert bleibt, da Blutzellen und
Plasma gleichermaßen verloren werden. Erst nach 24-48 Stunden, wenn das
Blutvolumen durch Plasmaflüssigkeit normalisiert wurde, sinkt der Wert. Im
Verlauf einer Therapie mit rhEPO aufgrund renaler Insuffizienz wird ein
Zielhämatokrit von ca. 35% angestrebt, da in diesem Bereich kaum Komplikationen
beobachtet werden. Werte oberhalb von ca. 52% zeigen eine Polyglobulie an, die
primär, wie z.B. die Polyzythämia vera, oder sekundär durch
Plasmavolumenverminderungen
bedingt sein kann. Sehr hohe Werte mit bis zu 80% können pathologischerweise bei
Höhenbewohnern gefunden werden (Monge´s Disease; (3)). Die Viskosität des Blutes
wird in erster Linie vom Hämatokrit bestimmt. Sie nimmt bis zu einem Wert von
ca. 45% nur relativ gering zu und steigt bei größeren Werten exponentiell an.
Hohe Hämatokritwerte gelten daher als ein wichtiger Risikofaktor für
Schlaganfälle. Generell stellt der Hämatokrit keine Konstante dar, sondern wird
von vielen Faktoren beeinflusst. Abgesehen von Veränderungen der
Erythrozytenmenge variiert der Hämatokrit bei Anstieg und Abfall des
Plasmavolumens.
Wegen des veränderten hydrostatischen Drucks fällt er daher während des Liegens
(z.B. im Schlaf von 45,3 % auf 42,9%) (6) sowie beim Aufenthalt im Wasser und
steigt im Stehen (Abb. 1). Längerer Aufenthalt im Wasser und in der
Schwerelosigkeit führen dagegen wegen einer erhöhten Diurese zu einem Anstieg
über den Ausgangswert. In der Höhe steigt der Hämatokrit ebenfalls wegen der
hypoxiebedingt vergrößerten
Harnproduktion schon vor einer merkbaren Neubildung von Erythrozyten an (Plasmavolumen-Verlust
beträgt ca. 500 ml innerhalb von 2 Tagen auf 3550 m; (7)).
Bei körperlicher Belastung steigt der Hämatokrit in Abhängigkeit von Intensität
und Dauer in Extremfällen um bis zu 10% (z.B. von 45% auf 55%) an (Abb. 1). Die
Ursachen liegen in einem erhöhten Blutdruck bei gleichzeitig vermehrter Öffnung
von Kapillaren, was zu einer stärkeren Filtration von Blutflüssigkeit in den
interstitiellen Raum führt, in einem osmotisch bedingten von intravasal in die
Muskulatur gerichteten Wasserstrom während hochintensiver Belastung und in einem
Schweißverlust, der zu ca. 11% intravasalen Ursprungs ist (6). Im Verlauf eines
längerfristigen Ausdauertrainings nimmt der Hämatokrit infolge der
Plasmavolumenexpansion (500ml in 3 Wochen) deutlich ab. Ein gleiches Bild zeigt
sich während wiederholter Wettkampfphasen (im Verlauf eines 10-tägigen
Radetappenrennens von 46.4% auf 41.3%; (6)). Obwohl hohe Hämatokritwerte eine
hohe O2- Transportkapazität widerspiegeln, zeigen Ausdauersportler eher
niedrigere Hämatokritwerte als Kraftsportler oder untrainierte Personen, so dass
sich im Normalfall eine leicht negative Korrelation zwischen Hkt
und VO2max ergibt (6). Da jedoch ein niedriger Hämatokrit auch einen anämischen
Zustand (im Sportbereich meist aufgrund eines Eisenmangels) anzeigen kann,
sollte insbesondere bei Ausdauersportlerinnen in diesem Fall der Eisenhaushalt
kontrolliert und im Bedarfsfall substituiert werden. Wird jedoch der Hämatokrit
bei einem Ausdauersportler durch Höhentraining oder in noch größerem Ausmaß
durch Blut- oder EPO-Doping erhöht, zeigt sich eine deutliche
Leistungssteigerung. Physiologischerweise ist somit eine erhöhte aerobe
Leistungsfähigkeit nach Training im Flachland mit einem niedrigeren Hämatokrit,
nach Aufenthalt im Hochland und nach Blut- und EPO-Doping mit einem höheren
Hämatokrit korreliert.
Umwelt- und Belastungseinflüsse
Die Frage nach dem optimalen Hämatokrit lässt sich nicht einfach
beantworten. Im Bereich der Muskulatur dürfte er bei ca. 60% liegen; im Gehirn
dagegen nimmt die Perfusion schon oberhalb von 35% ab, so dass
die O2-Versorgung ab 40% drastisch gemindert wird (4). Im Gegensatz zu einigen
Tierspezies (Pferd, Hund), die unter Ruhe einen niedrigen Hämatokrit besitzen
und bei Belastung Erythrozyten aus ihrer Speichermilz freisetzen, ist der Mensch
unter Ruhebedingungen einen Kompromiss hinsichtlich des optimalen Hämatokrits
von Gehirn und Muskel eingegangen. Bei Belastung nähert er sich durch o.g.
Wasserverschiebungen und Verluste dem optimalen muskulären Hämatokrit an.
Hämatokrit als Kontrolle von Blutmanipulationen
In Folge der seit Beginn der neunziger Jahre ansteigenden Zahl von
Manipulationen mit EPO wurden in einigen Ausdauerdisziplinen Obergrenzen für den
Hämatokrit oder alternativ die Hämoglobinkonzentration eingeführt. Sie betragen
z.B. im Radsport (UCI) 50% bei Männern, bzw. 47% bei Frauen, im Bereich des
Nordischen Skisports (FIS) 17,5 g/dl, (ca. 51,5%), bzw. 16,0 g/dl (ca. 47%). Bei
Überschreiten dieser Obergrenzen
werden im Radsport die Rennfahrer für zwei Wochen gesperrt. Wenn bei der
nachfolgenden Messung der Wert unter 50% liegt, darf danach wieder gestartet
werden. Falls einzelne Sportler nachweislich schon normalerweise oberhalb dieses
Wertes liegen, trifft die vorübergehende Suspension auf sie nicht zu. Die Zahl
dieser Ausnahmen dürfte nach unseren Messungen bei ca. 2,5% (2), nach denen
anderer Autoren bei bis zu 30% liegen. Der Sinn der Obergrenzen liegt nicht in
einem Nachweis einer Blutdopingmaßnahme, sondern dient offiziell dem Schutz des
Sportlers. Weiter sollen hierdurch Dopingpraktiken eingedämmt werden. Dennoch
kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich einige Sportler an die Obergrenzen
„herandopen“ oder bei zu hohen Werten den Hämatokrit mittels Plasmaexpander
reduzieren.
Schlussfolgerungen
Der Hämatokrit kann im Bereich der Sportmedizin nur mit Einschränkungen als
Indikator einer zu geringen Erythropoiese und evtl. des Eisenhaushaltes genutzt
werden, wobei eine echte Anämie von der so genannten Sportanämie infolge eines
überproportional erhöhten Plasmavolumens unterschieden werden muss. Hinsichtlich
der Blutmanipulationen haben sich Obergrenzen des Hämatokrits trotz aller
Schwächen bislang bewährt. Dennoch sollte es das Ziel sein, die absolute Menge
an Erythrozyten und die absolute Hämoglobinmasse in Form eines Blutpasses zu
kontrollieren, da der Hämatokrit stets durch Plasmavolumenveränderungen gezielt
verändert werden kann.
Literatur
1. Ciba-Geigy AG: Wissenschaftliche Tabellen Geigy, Teilband Hämatologie und
Humangenetik, 8. Auflage, Basel, 1979
2. Heinicke K, Wolfarth B, Winchenbach P, Biermann B, Schmid A, Huber G,
Friedmann B, Schmidt W: Blood volume and hemoglobin mass in elite athletes
of different disciplines. Int J Sports Med 22 (2001) 504-512.
3. Hultgren H: High altitude Medicine. Stanford, 1999.
4. Kusunoki M, Kimura K, Nakamura M, Isaka Y, Yoneda S, Abe H: Effects of
hematocrit variations on cerebral blood flow and oxygen transport in ischemic
cerebrovascular disease. J Cereb Blood Flow Metab 1 (1981) 413-417.
5. Mueller-Eckardt C: Transfusionsmedizin. Springer Berlin, Heidelberg, New
York, London, Paris, 1988.
6. Schmidt W, Biermann B, Winchenbach P, Lison S, Böning D: How valid is the
determination of hematocrit values to detect blood manipulations? Int J Sports
Med 21 (2000) 133-138.
7. Schmidt W: Effects of intermittent exposure to high altitude on blood changes.
High Alt Med Biol 3 (2002) 167-176.
Korrespondenzandresse:
Prof. Dr. Walter Schmidt Abteilung Sportmedizin/Sportphysiologie
Universität Bayreuth 95440 Bayreuth Fax: 0921 55 3468
e-mail: walter.schmidt@uni-bayreuth.de
Abbildung 1: Kurzfristige Einflüsse auf den Hämatokrit (modifizierte Abb. aus
6). Stufentest auf dem Fahrradergometer (obere Kurve) und 20 min Liegen mit
einer Schräglage von -7% (unten).
In großen Höhen wird die Herzfunktion gemindert
Echokardiographien bei Mount-Everest-Expedition
ERLANGEN (eb). Seit der Erstbesteigung des Mount Everest vor 50 Jahren ist
hochalpines Bergsteigen sehr populär geworden. Aber immer wieder bekommen auch
erfahrene Bergsteiger die Höhenkrankheit. Wissenschaftliche Expeditionen zum
"Dach der Welt" forschen deshalb über die pathophysiologischen und
-psychologischen Ursachen der Höhenkrankheit.
Dr. Bernd Krüger aus Zella-Mehlis bei Echokardiographie im Höhenlager am Mount
Everest.
Eine dieser Expeditionen ist das Projekt "Silberpyramide".
Kollegen des Projektes untersuchten, wie es zur Entwicklung der akuten
Höhenkrankheit (acute mountain sickness, AMS) kommt. Dabei sind das
höhenassoziierte Hirn- und Lungenödem die häufigsten Ursachen für die zum Teil
schweren Komplikationen beim Höhentrekking und Bergsteigen.
Im Blickpunkt standen auch Herzveränderungen in großen Höhen.
An der vierwöchigen Studie im Mount Everest Nationalpark in Nepal beteiligten
sich 33 Probanden sowie etwa 20 Kollegen aus Österreich, Deutschland und
Italien, unter anderen Dr. Bernd Krüger aus Zella-Mehlis. Der Internist
untersuchte die Expetitionsteilnehmer auch mit Echokardiographie.
Krüger benutzte dazu das SonoHeart Elite des Unternehmens SonoSite. Das drei
Kilogramm leichte Gerät mußte sich unter extremen Bedingungen bewähren.
Ein erstes Ergebnis: Es scheint so, als würden die Herzwände in großen Höhen
an Dicke zunehmen und als würde dadurch die Pumpfunktion leicht gemindert, wie
Krüger sagte. Weitere Ergebnisse werden in kürze veröffentlicht. "Meines
Wissens gab es bisher noch nie eine so umfangreiche Untersuchung zu
echokardiograpischen Daten in extremen Höhen", so Krüger. Damit könne das
Wissen über höhenbedingte Veränderungen am Herzen erweitert werden. Ärzte
Zeitung, 17.06.2003
Stichwort
Höhentraining: Chancen und Risiken
Dünne Luft als legales Doping
Der wohl berühmteste Höhenflug in der Geschichte des Sports gelang Bob
Beamon: Er sprang in Mexiko City einen Weitsprung-Weltrekord über 8,90
Meter, der jahrzehntelang unangetastet blieb. Was ist dran an der dünnen
Luft?
Beamons Sprung in die Leichtathletik-Ewigkeit bei den Olympischen Spielen
1968 in der Höhenlage von Mexiko City führte zu den ersten systemathischen
Überlegungen zum Höhentraining. Nachgewiesen ist: Die Höhe verändert
verschiedene äußere Bedingungen.
Es kommt zu einer Verringerung des Luftdrucks, einer Verminderung des
Luftwiderstandes, und die Luftfeuchtigkeit nimmt ab. Für Sportler besonders
relevant: Der sogenannte "Sauerstoffpartialdruck" reduziert sich. Das heißt:
Der Druck, unter dem der Sauerstoff im Blut gelöst ist, verringert sich,
wodurch die Aufnahme des Sauerstoffs erschwert wird. Jeder merkt das beim
Skifahren, Bergsteigen oder Wandern in der Höhe: Man wird "kurzatmiger",
muss öfter nach Luft schnappen als bei vergleichbarer Belastung im
Flachland.
Die Marathonläuferin Iris Biba warnt vor der Höhe.
Die Sportler nutzen dieses Phänomen, um einen Trainingseffekt zu erzielen:
Der Körper reagiert auf die veränderte Atemtätigkeit in einer Höhe von
möglichst zwischen 1500 und 2200 Metern, indem er sich innerhalb von zwei
bis drei Wochen den veränderten Luftdruckverhältnissen anpasst. Dadurch
steigt zum Beispiel der Anteil der roten Blutkörperchen, was zu einem
verbesserten Sauerstofftransport im Blut führt.
Erwünscht ist auch der Effekt, dass der Sauerstoff schneller an die Muskeln
abgegen wird. Außerdem kann sich der Athlet länger im anaeroben Bereich
bewegen (eine "Sauerstoffschuld" eingehen), die Übersäuerung der Muskulatur
in einer hohen Belastungsphase setzt also später ein.
Warnung von Iris Biba
Es gibt aber auch Sportler, die dem Höhentraining kritisch gegenüberstehen.
So warnt beispielsweise die WM-Sechste im Marathon, Iris Biba, vor negativen
Folgen: "Ich kenne Athleten, bei denen die gestiegene Belastung in der Höhe
den Körper völlig ausgezehrt hat. Andere kamen mit der veränderten
Trainingsmethodik nicht zurecht. Auch ist nicht bei allen Kollegen die
gewüschte Vermehrung der roten Blutkörperchen eingetreten."
Oben leben, unten trainieren
Umstritten ist auch, ob die höhere Leistungsfähigkeit, die sich der Athlet
in der Höhe erarbeitet, im Tiefland ohne weiteres umgesetzt werden kann.
Birgit Friedmann vom Universitätsklinikum Heidelberg hat deshalb das
Trainings-Motto: "In der Höhe leben, in der Tiefe trainieren" beleuchtet.
Friedmanns Argumentation: "Das Training kann dann ganz normal weitergeführt
werden, aber in der trainingsfreien Zeit wird durch die Höhenanpassung der
Sauerstoff-Transport verbessert."
Höhentraining im Wohnzimmer
Mittlerweile gibt es auch schon Hauben oder Masken, die das Höhentraining
bequem zu Hause im Wohnzimmer simulieren können: Der Athlet atmet dann
täglich eine Stunde lang ein Luftgemisch ein, das dem einer bestimmten
Höhenlage entspricht. Auch verschiedene Fitnessstudios haben den Trend
erkannt: Sie bieten "Höhenkammern" an, in denen die Luft buchstäblich
ziemlich dünn ist. 04.08.2003
http://sport.ard.de/sp/leichtathletik/news200308/05/stichwort_hoehentraining.jhtml