SPORTPHYSIOLOGIE
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Zeitschrift für Sportmedizin
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(Die Welt, S. 39, 25.09.2000)ee Das EKG des Sportlers –pathologisch oder physiologisch? Sportler zeigen häufig anomale EKGs. Eine Studie von Pelliccia et al. ging der Frage nach, wie häufig derartige Veränderungen sind und ob sich eine klinischer Bedeutung daraus ableiten lässt. 1005 Athleten aus 38 verschiedenen Sportarten zeigten in 14% deutlich und in 26% mäßige Abweichungen vom normalen EKG. Strukturelle kardiale Abnormitäten (Echokardiographie) wurden lediglich bei 5% der Sportler festgestellt. EKG-Veränderungen traten vor allem bei Herzen mit größeren Ventrikeldimensionen und Wanddicken auf. So lag das enddiastolische Volumen bei Herzen mit EKG-Auffälligkeiten bei 56±5,6 mm gegenüber 53,7±5,7 mm bei Sportlern mit normalem EKG. Außerdem waren EKG-Veränderungen häufiger bei männlichem Geschlecht, jüngeren Sportlern (<20 Jahre) und Ausdauersportlern. Von den 53 Athleten mit klinisch auffälligen Herzen wiesen 27 auffällige und 26 ein normales EKG auf. Die Untersuchung zeigt zunächst, dass die meisten Sportler ein normales EKG aufweisen. Unter den beobachte- ten EKG-Veränderungen sind wiederum die meisten als harmlose physiologische Anpassungen erkennbar, lediglich eine kleine Anzahl legt den Verdacht auf kardiale Erkrankungen nahe, die sich allerdings überwiegend als Ausdruck eines sogenannten „Sportler-Herzsyndromes" ohne pathologisches Korrelat herausstellen. Diese falsch positiven Befunde stellen nach Meinung der Autoren die Bedeutung des EKGs in der Wettkampftauglichkeitskontrolle für Athleten bisweilen in Frage. (Pelliccia A et al.: Clinical significance of abnormal electrocardiographic pat-terns in trained athletes. Circulation 102(2000), 278-284) U.K. Laktatabbau auch verbessert, wenn vorher inaktive Muskeln bewegt werden Seit mehr als 70 Jahren ist bekannt, dass der Laktatabbau durch aktive Erholung verbessert wird. Dabei wurden verschiedene ideale Intensitäten genannt, die zwischen 22 und 70% der VO 2 max lagen. Später stellte sich heraus, dass eine Festlegung anhand der individuellen aeroben Schwelle günstiger war. Abseits von der Intensität dieser Belastung wurden bislang jedoch wenig Aussagen darüber gemacht, wie diese aktive Erholung aussehen sollte. Eine polnische Studie untersuchte bei 9 Sportlern (Schwimmer und Triathleten) die Auswirkung verschiedener Erholungsgestaltungen auf die Laktatwerte nach 2x200 m Laufen oder 2x50 m Schwimmen mit 2 minütiger Pause. Die 30 minütige Erholung beinhaltete entweder Laufen oder Schwimmen mit einer Geschwindigkeit entsprechend der aeroben Schwelle oder aber körperliche Ruhe. Während sich die Werte nach den Belastungen bei einer jeweils höheren Zeit für die 2. Belastung nicht unterschieden, zeigten die Halbwertszeiten der Laktatelimination eine deutliche Abhängigkeit von der Erholungsgestaltung und der Belastungsform. Die beiden aktiven Erholungsgestaltungen führten zu deutlich geringeren Halbwertszeiten als die passive Erholung, wobei die Halbwertszeit bei passiver Erholung nach dem Laufen (25,5±4,3 min) deutlich höher als nach dem Schwimmen (18,6±4,3) war. Während alle anderen Halbwertszeiten bei ungefähr 13 min lagen, zeigte sich nach der Schwimmbelastung mit Laufen in der Erholungsphase die schnellste Laktatelimination (t 1/2 8,1±1,3 min) Die Ergebnisse bestätigen, dass eine ak-tive Erholung in jeden Fall die Laktatelimination verbessert, wobei sich möglicherweise sogar eine Aktivität mit vorher inaktiver Muskulatur empfiehlt. (Denadai B S et al.: Effect of exercise mode on the blood lactate removal during recovery of high-intensity exercise. Biol Sport 17 (2000) 37-45) U.K. Sex vor dem Wett-kampf–schädlich oder motivierend? Während einige Athleten
berichten, dass
sexuelle Aktivität kurz vor dem Wettkampf
ihre Leistung beflügelt habe, fordern
vor allem die Trainer oft sexuelle Enthaltsamkeit
vor sportlichen Großereignissen.
Was ist nun wahr? Eine Schweizer
Arbeitsgruppe ist dem Problem
nachgegangen. 15 hoch-trainierte Sportler
absolvierten an 2 Versuchstagen
morgens und nachmittags einen
Belastungstest auf dem Fahrradergometer sowie
einen Konzentrationstest. Einmal
ging dem Test sexuelle Aktivität
(am Versuchstag morgens, ca. 2 h vor
dem ersten Test), einmal sexuelle Enthaltsamkeit
voraus. Weder die Leistungsparameter
noch die Testosteronkonzentration oder
die Konzentrationsfähigkeit wurden
durch sexuelle Aktivität
signifikant negativ beeinflusst, es
zeigte sich sogar eine tendentiell bessere
Leistungsfähigkeit. Lediglich die
Herzfrequenz blieb nach der morgendlichen
Belastung bei vorheriger sexueller
Aktivität länger erhöht, was für
eine schlechtere Erholungsfähigkeit, vermutlich
über eine geringere Parasymphathikusaktivierung,
sprechen könnte. U.K 22. Februar 2001 Abgeschaut: Der Trick, die "Muckis" zu behalten Essen wie die Champions. Das Kochbuch der Telekom-
Stars. Die Rückenschule. Das ganzheitliche Programm für
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