SPORTPHYSIOLOGIE

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Physiologische Grundlagen-
Muskelarbeit

 

Muskel-Guide
von Frederic Delavier
Preis: EUR 20,38
Broschiert
- 123 Seiten
Erscheinungsdatum: 22. März 2000
Auflage:  2., durchgesehene Auflage 2000
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Zeitschrift für Sportmedizin

Stammzellen: Italienische Forscher des Nationalen Instituts für Neurologie in Mailand haben nachgewiesen, dass in den Muskeln von Mäusen gespritzte Stammzellen aus dem Gehirn neue Muskelzellen bilden. Im Sommer war es gelungen, neuronale Stammzellen von Mäusen in Blutzellen umzuwandeln.
(Die Welt, S. 39, 25.09.2000)ee

Das EKG des Sportlers –pathologisch oder physiologisch?

Sportler zeigen häufig anomale EKGs. Eine Studie von Pelliccia et al. ging der Frage nach, wie häufig derartige Veränderungen sind und ob sich eine klinischer Bedeutung daraus ableiten lässt. 1005 Athleten aus 38 verschiedenen Sportarten zeigten in 14% deutlich und in 26% mäßige Abweichungen vom normalen EKG. Strukturelle kardiale Abnormitäten (Echokardiographie) wurden lediglich bei 5% der Sportler festgestellt. EKG-Veränderungen traten vor allem bei Herzen mit größeren Ventrikeldimensionen und Wanddicken auf. So lag das enddiastolische Volumen bei Herzen mit EKG-Auffälligkeiten bei 56±5,6 mm gegenüber 53,7±5,7 mm bei Sportlern mit normalem EKG. Außerdem waren EKG-Veränderungen häufiger bei männlichem Geschlecht, jüngeren Sportlern (<20 Jahre) und Ausdauersportlern. Von den 53 Athleten mit klinisch auffälligen Herzen wiesen 27 auffällige und 26 ein normales EKG auf. Die Untersuchung zeigt zunächst, dass die meisten Sportler ein normales EKG aufweisen. Unter den beobachte- ten EKG-Veränderungen sind wiederum die meisten als harmlose physiologische Anpassungen erkennbar, lediglich eine kleine Anzahl legt den Verdacht auf kardiale Erkrankungen nahe, die sich allerdings überwiegend als Ausdruck eines sogenannten „Sportler-Herzsyndromes" ohne pathologisches Korrelat herausstellen. Diese falsch positiven Befunde stellen nach Meinung der Autoren die Bedeutung des EKGs in der Wettkampftauglichkeitskontrolle für Athleten bisweilen in Frage. (Pelliccia A et al.: Clinical significance of abnormal electrocardiographic pat-terns in trained athletes. Circulation 102(2000), 278-284) U.K.


Laktatabbau auch verbessert, wenn vorher inaktive Muskeln bewegt werden

Seit mehr als 70 Jahren ist bekannt, dass der Laktatabbau durch aktive Erholung verbessert wird. Dabei wurden verschiedene ideale Intensitäten genannt, die zwischen 22 und 70% der VO 2 max lagen. Später stellte sich heraus, dass eine Festlegung anhand der individuellen aeroben Schwelle günstiger war. Abseits von der Intensität dieser Belastung wurden bislang jedoch wenig Aussagen darüber gemacht, wie diese aktive Erholung aussehen sollte. Eine polnische Studie untersuchte bei 9 Sportlern (Schwimmer und Triathleten) die Auswirkung verschiedener Erholungsgestaltungen auf die Laktatwerte nach 2x200 m Laufen oder 2x50 m Schwimmen mit 2 minütiger Pause. Die 30 minütige Erholung beinhaltete entweder Laufen oder Schwimmen mit einer Geschwindigkeit entsprechend der aeroben Schwelle oder aber körperliche Ruhe. Während sich die Werte nach den Belastungen bei einer jeweils höheren Zeit für die 2. Belastung nicht unterschieden, zeigten die Halbwertszeiten der Laktatelimination eine deutliche Abhängigkeit von der Erholungsgestaltung und der Belastungsform. Die beiden aktiven Erholungsgestaltungen führten zu deutlich geringeren Halbwertszeiten als die passive Erholung, wobei die Halbwertszeit bei passiver Erholung nach dem Laufen (25,5±4,3 min) deutlich höher als nach dem Schwimmen (18,6±4,3) war. Während alle anderen Halbwertszeiten bei ungefähr 13 min lagen, zeigte sich nach der Schwimmbelastung mit Laufen in der Erholungsphase die schnellste Laktatelimination (t 1/2 8,1±1,3 min) Die Ergebnisse bestätigen, dass eine ak-tive Erholung in jeden Fall die Laktatelimination verbessert, wobei sich möglicherweise sogar eine Aktivität mit vorher inaktiver Muskulatur empfiehlt. (Denadai B S et al.: Effect of exercise mode on the blood lactate removal during recovery of high-intensity exercise. Biol Sport 17 (2000) 37-45) U.K.


Sex vor dem Wett-kampf–schädlich oder motivierend?

Während einige Athleten berichten, dass sexuelle Aktivität kurz vor dem Wettkampf ihre Leistung beflügelt habe, fordern vor allem die Trainer oft sexuelle Enthaltsamkeit vor sportlichen Großereignissen. Was ist nun wahr? Eine Schweizer Arbeitsgruppe ist dem Problem nachgegangen. 15 hoch-trainierte Sportler absolvierten an 2 Versuchstagen morgens und nachmittags einen Belastungstest auf dem Fahrradergometer sowie einen Konzentrationstest. Einmal ging dem Test sexuelle Aktivität (am Versuchstag morgens, ca. 2 h vor dem ersten Test), einmal sexuelle Enthaltsamkeit voraus. Weder die Leistungsparameter noch die Testosteronkonzentration oder die Konzentrationsfähigkeit wurden durch sexuelle Aktivität signifikant negativ beeinflusst, es zeigte sich sogar eine tendentiell bessere Leistungsfähigkeit. Lediglich die Herzfrequenz blieb nach der morgendlichen Belastung bei vorheriger sexueller Aktivität länger erhöht, was für eine schlechtere Erholungsfähigkeit, vermutlich über eine geringere Parasymphathikusaktivierung, sprechen könnte. U.K
.
(Sztajzel J et al.: Effect of sexual activity on cycle ergometer stress test parameters, on plasmatic testosterone levels
and on concentration capacity. J Sports


22. Februar 2001 Abgeschaut: Der Trick, die "Muckis" zu behalten
Wyoming (netdoktor.de) – Menschen, die sich nicht körperlich betätigen, verlieren ihre mühsam antrainierten Muskeln wieder. Anders bei den Schwarzbären: Trotz trägem Herumliegen beim monatelangem Winterschlaf nimmt ihre Muskelmasse kaum ab. Das berichten US-Forscher in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "Nature". Wissenschaftler der Universität von Wyoming untersuchten die Skelettmuskulatur von Schwarzbären vor und nach der Schlafpause. Trotz Dauerschlafs blieben Anzahl und Größe der Muskeln annähernd gleich. Menschen dagegen verlören nach monatelangem Tiefschlaf rund 90 Prozent ihrer ursprünglichen Muskelmasse, so der Studienautor Henry Harlow. Wie die Bären ihre Muskelmasse stabil halten, erklärt der Wissenschaftler so: Sie scheiden beim Schlafen keinen Harnstoff aus, sondern verwandeln ihn in entsprechende Eiweiße. Durch Muskelzittern transportieren sie diese Proteine anschließend in die Muskeln. Harlow vermutet weiterhin, dass die Bären auch aus anderen Körperteilen Eiweiße in die Muskeln schleusen. "Wenn wir diese Tricks verstehen, könnten wir vielleicht den Muskelschwund beim Menschen behandeln", hofft Harlow.


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