TRAININGSLEHRE
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Trainingslehre (Radfahrer und Triathleten im Test)
Beeinflussung
des
Erholungsverhaltens im Mikrozyklus durch unterschiedliche Trainingsformen
Coen B, Urhausen A, Blasko K, Bott W, Weiler B, Kindermann W Institut fuer Sport- und Praeventivmedizin, Universitaet des Saarlandes, Saarbruecken Die Auswirkungen unterschiedlicher Trainingsmassnahmen zur Beschleunigung der Regeneration in der fruehen Erholungsphase nach 2 Tagen (hoch)intensiver Trainingsbelastungen auf dem Fahrradergometer (FE) sollten ueberprueft werden. Hierzu wurden spezifische (FE) und unspezifische (Dauerlauf=
DL) Trainingseinheiten im Vergleich zur
passiven Regeneration (P) untersucht. 12 maennliche Radrennfahrer und Triathleten
(26±4 Jahre; 179±6 cm; 72±6 kg) absolvierten jeweils 4 Mikrozyklen: Ergebnisse: Die mittleren Fahrzeiten im ST nach FEI (26±8 min) korrelierten sowohl mit VO2max·kg-0,67 (r=0,73; p<0,01) als auch mit IAS·kg-0,67 (r=0,71; p<0,01) und lagen tendenziell niedriger als nach P (31±9 min; p=0,06); nach FER und DLR (jeweils 29±9 min) bestanden keine Unterschiede. Die vor ST erhobene Eigenzustandsskala ergab nach FEI eine um 25% hoehere „Ermuedung“ (p<0,05) gegenueber P. Schlussfolgerungen: Nach zwei intensiven Trainingstagen kann nach passiver Regeneration die gleiche Leistung im wettkampfgemaessen Stresstest erbracht werden wie nach den durchgefuehrten aktiven (spezifisch wie unspezifisch) Regenerationsmassnahmen. Weiteres intensives Training fuehrt unter den gegebenen Bedingungen zu einer tendenziell geringeren Leistungsfaehigkeit, die auch durch das subjektive Empfinden der Probanden bestaetigt wird. *Mit Unterstuetzung des Bundesinstituts fuer Sportwissenschaft, Koeln.
II. Beeinflussung des Erholungsverhaltens im Mikrozyklus durch unterschiedliche Ausdauerleistungsfaehigkeit und Sportartspezifik bei ausdauertrainierten Sportlern Coen B, Urhausen A, Bott W, Blasko K, Kindermann W Institut fuer Sport- und Praeventivmedizin, Universitaet des Saarlandes, Saarbruecken
Wir untersuchten den Einfluss
unterschiedlicher Ausdauerleistungsfaehigkeit und Sportartspezifik auf
Trainingsmassnahmen zur Regeneration nach 2 Tagen intensiver Belastungen auf dem
Fahrradergometer (FE). Es wurden spezifische (FE) und unspezifische
(Dauerlauf=DL) Trainingseinheiten im Vergleich zur passiven Regeneration (P)
untersucht. 6 Radrennfahrer (R: 25±6 J; VO2max: 65±5 ml·kg-1) und 6 Triathleten
(T: 26±3 J; VO2max: 69±5 ml· kg-1) absolvierten je 4 Mikrozyklen: Tag 1:
Dauertraining (60 min bei 100% der individuellen anaeroben Schwelle=IAS); Tag 2:
Intervalltraining (8x2min bei 116%IAS, je 1 min Pause bei 60%IAS, 9. Intervall
bis Abbruch); Tag 3, vormittags (randomisiert): P oder DL regenerativ (DLR; 30
min 75%IAS) oder FE regenerativ (FER; 45 min 75% IAS) oder FE intensiv (FEI; 45
min 100%IAS); Tag 3, nach 4 std Pause: Kurzzeitausdauertest bei 110%IAS bis zur Erschoepfung („Stresstest“=ST). Die mittleren Fahrzeiten im ST nach DLR lagen fuer
T (31±9 min) hoeher als fuer R (26±9 min; p<0,05). Verglichen mit P entsprach dies
130±46% fuer T gegenueber 71±21% fuer R (p<0,05). Die 6 ausdauerstaerkeren Probanden
(A1) erreichten bei FEI 102±18% der Fahrzeit von P, die 6 ausdauerschwaecheren
(A2) nur 72±6% (p<0,05). Nach FEI lagen die Laktatkonzentrationen im ST fuer
alle
4 Untergruppen niedriger als nach P und DLR (je p<0,01), zwischen den
Untergruppen zeigten sich keine Unterschiede. Die vor ST erhobene
Eigenzustandsskala ergab fuer A2 eine geringere Ermuedung (p<0,05) nach DLR (um 39
%) und FER (um 36%). Schlussfolgernd sollten sich nur laufgeuebte Sportler
mittels Dauerlauf vor dem wettkampfgemaessen Stresstest regenerieren.
Leistungsschwaechere Ausdauersportler scheinen ihre Ermuedung zu unterschaetzen und
sollten passive Regeneration bevorzugen, besser Ausdauertrainierte profitieren auch von
aktiver Regeneration und koennen sich sogar intensivere Vorbelastungen
erlauben.
37. Deutscher Kongress fuer
Sportmedizin und Praevention - Praevention durch Bewegung und Sport - Sport-Einsteiger: Körper langsam an Training
gewöhnen Einfluss verschiedener Trainingsvarianten auf die aerobe und anaerobe Leistungsfaehigkeit Lorenz R, Buechl A, Jeschke D Lehrstuhl und Poliklinik fuer Praeventive und Rehabilitative Sportmedizin der Technischen Universitaet Muenchen Problem: In Sportarten, bei denen die aerobe wie anaerobe Leistungsfaehigkeit entscheidend ist, besteht im Training das Problem, dass Massnahmen zur Verbesserung einer Komponente sich negativ auf die anderen auswirken koennen. Mit einer komplexen Leistungsdiagnostik sollte daher die spezifische Wirkung unterschiedlicher Trainingsformen geprueft werden. Methode: Je 8 Maenner (24 ± 4 Jahre) absolvierten ein 6woechiges (3 x 50 min pro Woche) intensives 1. Dauer- (90 % der iANS), 2. Intervall- (80%/130%, gleiche Arbeit) oder 3. Krafttraining. Die Leistungfaehigkeit wurde vor und nach der Intervention mit einem aeroben Stufentest und einem willkuerlich maximalen Tests (90 U/min) ueberprueft. 9 Personen dienten als Kontrolle. Alle 4 Gruppen unterschieden sich hinsichtlich der Ausgangswerte nicht. Ergebnisse: Dauer- wie Intervalltraining verbesserten die aerobe Leistungsfaehigkeit signifikant, aber mit negativem Einfluss auf die laktaziden Faehigkeiten. Nur Krafttraining verbesserte eindeutig die alaktaziden Eigenschaften. Die Ausgangsleistungsfaehigkeit war bei allen Trainingsvarianten ohne Einfluss auf das Trainingsergebnis. Schlussfolgerungen: Das angewandte leistungsdiagnostische Vorgehen ist geeignet, die spezifischen Auswirkungen eines Trainings auf aerobe und anaerobe Eigenschaften zu erfassen. In Sportarten mit komplexen aeroben und anaeroben Leistungsvoraussetzungen sind ein extensives Intervall- und ein Krafttraining zur Optimierung notwendig. Thema:Leistungsdiagnostik
37. Deutscher Kongress
fuer Sportmedizin und Praevention - Praevention durch Bewegung und Sport -
Kraftzunahme und muskuläres Gleichgewicht nach einem Gleichgewichtstraining
Intensität der Anfangsphase beim Zeitfahren im Radsport sollte
nicht zu hoch gewählt werden
Natürlich laufen. |
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